Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

Wer zahlt die Einsatz-Kosten?

Geschrieben von Andreas Widmayer

Wehr erfüllt Pflichtaufgaben, die nicht berechnet werden

"Wer soll das bezahlen ?" hat Jupp Schmitz schon Ende der 1940er Jahre gesungen und gleiches fragt sich wohl so mancher, der auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen ist. Wer hat die Kosten zu tragen, wenn die Einsatzkräfte zu einem Brand, zu einer technischen Hilfeleistung, zum Beseitigen einer Ölspur oder zu einer Tierrettung ausrücken müssen und wie hoch sind die Kosten?

Zunächst einmal muss die Kommune die Kosten für den Feuerwehreinsatz tragen. Denn Städte und Gemeinden sind Träger der Feuerwehr - und somit auch Finanzierer der Einsatzkräfte und der für sie bereitgestellten Fahrzeuge. Und oft bleibt es auch dabei, werden die Kosten also nicht weitergegeben. Das ist immer dann der Fall, wenn Menschen oder Tiere um Leib oder Leben fürchten müssen. Oder wie es im Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg formuliert ist: "Die Feuerwehr hat bei Schadenfeuer, Bränden und öffentlichen Notständen Hilfe zu leisten und den Einzelnen und das Gemeinwesen vor hierbei drohenden Gefahren zu schützen und sie hat zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen technische Hilfe zu leisten." Ganz allgemein spricht man dann von einer Pflichtaufgabe der Feuerwehr. Andernfalls handelt es sich um eine Kann-Aufgabe, für die dem Bürger eine Rechnung ins Haus flattert.

Rückblick Monatsübung Oktober Abt. Oberjesingen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Nachdem uns im vergangenen Monat der Einsatzleitwagen mit seinem Know-how an Funktechnik näher gebracht wurde, war an den beiden Terminen im Oktober der praktische Teil der Funkausbildung an der Reihe. Nach einer kurzen Einweisung und Auffrischung der Grundlagen in Sachen Funk wurde nochmals die Haustechnik mit der modern ausgestatteten Einsatzzentrale des Gerätehauses unter die Lupe genommen. Ein kleines Funk-Quiz mit 11 Fragen erklärte nochmals in einfachen Schritten den korrekten Ablauf eines Funkverkehrs. Mit dem aufgefrischten Wissen wurden dann zwei Gruppen eingeteilt, welche sich auf MTW und LF8 verteilten. Über "2-Meter Kanal 55" wurde den einzelnen Gruppen, von der Zentrale im Gerätehaus aus, diverse unterschiedliche Aufgaben mitgeteilt, die es abzuarbeiten galt. So waren die beiden Feuerwehrfahrzeuge einige Zeit im Ort unterwegs, um die Lösungen dem Zentralist mitzuteilen. Eine rundum gelungene Übung, welche trotz ihrer Dauer eine willkommene Übung zum alltäglichen Löschaufbau darstellte.

"An der Einsatzstelle gibt es keine Diskussion"

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Werner und Andreas Widmayer sind als Vater und Sohn bei der Freiwilligen Feuerwehr

"Wir haben die Rollen getauscht", sagt Werner Widmayer. Hat ihn früher Sohn Andreas gefragt, was gewesen ist, wenn er von einem Einsatz nach Hause kam, so fragt heute er seinen Filius, was diesen bei Nacht aus dem Bett getrieben hat. Der "Gäubote" hat sich mit dem früheren Herrenberger Stadtbrandmeister, - der seine Feuerwehr-ämter aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat - und seinem Sohn Andreas über ihr Ehrenamt und ihre Vater-Sohn-Rolle bei der Feuerwehr unterhalten.

"Gäubote": Herr Widmayer, eine Frage vorneweg: "Wie geht es Ihnen?"

Werner Widmayer: "Es geht mir inzwischen besser. Das letzte Jahr war nicht einfach, das gebe ich ehrlich zu und ich bin auch noch ein Stück weit davon entfernt, dass ich sage, es geht mir gut. Aber seit einigen Monaten hat sich die Situation gebessert."

"Gäubote": Sie sind inzwischen wieder regelmäßig im Feuerwehrhaus anzutreffen.

Werner Widmayer: "Ja. Seit Januar bin ich wieder eingeschränkt arbeitsfähig, während der Wiedereingliederung am Anfang des Jahres war ich jeweils für ein, zwei Stunden am Tag hier. Inzwischen arbeite ich wieder mit einem Stellenumfang von 60 Prozent als Sachbearbeiter für Feuerwehrangelegenheiten - und bei diesem Stellenumfang wird es auch künftig bleiben."

Feuerteufel kommen oft unbehelligt davon

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Brandserien halten Feuerwehr und Bürger in Atem - Polizei in Poltringen noch ohne Ergebnis

Wer steckt hinter den bisher fünf Brandstiftungen in Poltringen? Die Polizei ermittelt mit Hochdruck. Im Ort wird spekuliert. "Es wird viel darüber geredet", sagt Dieter Karmann, Kommandant der Gesamtfeuerwehr Ammerbuch, die in den vergangenen Wochen gefordert war wie selten zuvor. Nur: Der "Feuerteufel", der seit Juni Schuppen in Schutt und Asche legt, ist noch nicht gefunden.

Nach fünf Brandstiftungen, bei denen der oder die Täter, mehr als 100 000 Euro Schaden angerichtet haben, herrscht in Poltringen Anspannung. Zuletzt schlug der "Feuerteufel" am 15. August hinter der Mühle zu. Seither musste die Feuerwehr nicht mehr ausrücken. Aber: "Wenn wir gefordert sind, sind wir da", sagt Dieter Karmann, Chef der Ammerbucher Feuerwehr. Wer die Feuer gelegt hat, welche Motive diesen Taten zugrunde liegen, weshalb der oder die bisher Unbekannten es auf Schuppen abgesehen haben und dies ganz speziell in dem Ammerbucher Teilort? Karmann kennt die Fragen, er stellt sie sich selbst auch, findet darauf aber keine Antwort. "Nach den Bränden waren immer Kriminaltechniker der Polizei vor Ort. Ob die aber etwas finden konnten, kann ich nicht sagen. Die Schuppen waren ja immer komplett niedergebrannt, da war nicht mehr viel übrig."

Auszeichnung als Partner der Feuerwehr

Geschrieben von Andreas Widmayer

Firma Hämmerle Elektrotechnik GmbH und Co. KG

Die in Herrenberg ansässige Hämmerle Elektrotechnik GmbH und Co. KG wurde mit der Plakette "Partner der Feuerwehr" und einer Urkunde des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Mit dieser nicht alltäglichen Ehrung möchten die Feuerwehren jene Unternehmen auszeichnen, die in ihrem Betrieb ehrenamtliche Feuerwehrangehörige beschäftigen und diese bei der Ausübung ihrer Pflichten unterstützen.

Bemerkenswert im "Fall Hämmerle" ist die Anzahl der Feuerwehrkameraden im hiesigen Unternehmen, wie die Feuerwehr Herrenberg in einer Pressemitteilung erklärt. Drei von 13 Monteuren sowie zwei Auszubildende arbeiten unter den beiden Geschäftsführern Uwe Traub und Tobias Steck sozusagen "auf Abruf" für das Gemeinwohl im ganzen Gäu. Damit sei ein Fünftel der gesamten Belegschaft Mitglied in einer freiwilligen Feuerwehr.

Marc Heininger, Kommandant der Haslacher Abteilung, arbeitet dort seit 2001 als Elektrotechnik-Meister. Der Gruppenführer Harald Böß ist seit 1998 bei dem Unternehmen als Service-Techniker beschäftigt und rückt häufig mit der Kernstadt-Abteilung aus. Ebenfalls als Service-Techniker ist Zugführer Klaus Rinderknecht aus Jettingen beschäftigt - dies seit dem Jahr 1995. Die zwei Auszubildenden Jonathan Fuhrer (Poltringen) und Heiko Knopp (Rohrau) können ebenfalls zu Einsätzen in den Gemeinden hinzugezogen werden.