28.11.2022 | Feuerwehr-Führung, Herrenberg, Affstätt, Gültstein, Haslach, Kayh, Kuppingen, Mönchberg, Oberjesingen, Sondereinheiten

Die lebensrettende Funktion von Brandmeldeanlagen

Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann kennt diese Art von Einsatz, wenn ein Alarm über eine Brandmeldeanlage (BMA) gemeldet wird. In den allermeisten Fällen stellt sich ein solcher Alarm glücklicherweise als „Fehler“ heraus. Dabei können die Sensoren der Brandmeldeanlage durch Staub, z.B. bei Bau- und Wartungsarbeiten, oder durch Dampf, wie er in der Nähe von Kochstellen oder Backöfen vorkommt, fälschlicherweise ausgelöst werden. Die Anlage sieht in Dampf oder Staub eben Rauch und gibt Alarm. Man spricht hierbei von einem Täuschungsalarm, da die Anlage eigentlich genau das macht, wofür sie da ist, nämlich vermeintlichen Rauch melden. 

Manchmal liegt auch ein technisches Problem vor und die Anlage löst ohne ersichtlichen Grund aus, dann spricht man von einem Falschalarm, der im Volksmund oft fälschlicherweise als Fehlalarm bezeichnet wird.

Wie oben bereits erwähnt, macht dies die überwiegende Mehrheit aller Einsätze der Feuerwehr bei einem BMA-Alarm aus. Oft bleibt da der Feuerwehr nichts Weiteres zu tun, als zu kontrollieren und die Anlage wieder zurücksetzen.

Doch dann gibt es die Fälle wie beim heutigen Einsatz in einer Senioreneinrichtung in Kuppingen. Der Alarm kam über die BMA an die integrierte Leitstelle nach Böblingen. Diese gibt den Alarm automatisch an die Feuerwehr Herrenberg. So weit, so gut. Doch heute hat die BMA genau das gemacht, wofür sie da ist. Sie hat einen Brand, welcher in einem bewohnten Zimmer in der Entstehung war, über Rauchmelder erkannt und hat Alarm geschlagen. So konnte das Personal der Einrichtung die betroffene Person retten, den Brand in der Entstehung bereits bekämpfen, betroffene Bewohner in sichere und vom Brandereignis abgeschottete Bereiche des Gebäudes evakuieren und die Einsatzstelle dann der Feuerwehr übergeben. Auf diese Weise konnten sicher Leben gerettet werden und der Feuerwehr blieb eigentlich „nur“ die Brandnachschau und Belüftungsmaßnahmen als Tätigkeiten abzuarbeiten.

Die Feuerwehr war mit 9 Fahrzeugen und 30 Kräften aus 5 Abteilungen im Einsatz, der aber wegen der frühzeitigen Meldung durch die Brandmeldeanlage lediglich eine Routineaufgabe darstellte.

Insgesamt kann man sagen, dass Alarme über Brandmeldeanlagen für eine Freiwillige Feuerwehr bisweilen nervig sein können, aber Tage wie heute zeigen, wie wichtige der verbreitete Einsatz von Brandmeldeanlagen ist.

 

Dieser Einsatz heute war wie alle Einsätze: 112 Prozent Ehrensache!

 

Zurück zur Übersicht