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Absturzsicherung

Geschrieben von Stefan Neumann

DSC 0041Die Absturzsicherungsgruppe der Feuerwehr Herrenberg existiert seit 2003 und besteht derzeit aus 15 Mitgliedern der Abteilung Herrenberg. Seit der Einführung der digitalen Meldeempfänger im Jahre 2015 kann diese Einheit auch über ein eigenes RIC alarmiert werden. Die Absturzsicherung Herrenberg kann, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, Einsätze bis zu einer Höhe oder Tiefe von maximal 30 Metern bewältigen.

Die Ausrüstung kommt hierzu aus dem Bereich des Industrie- und Sportkletterns. Sowohl auf der Drehleiter und auf dem Rüstwagen sind jeweils ein Gerätesatz Absturzsicherung (u.a. 60m dynamik Kernmantelseil, leichter Kletterhelm, Vollgurt, Bandschlingen, Karabiner) und ein Flaschenzug (120m statik Kernmantelseil, 4-fach übersetzt) beziehungsweise ein Rollgliss verlastet.

Bei allen Einsätzen und Übungen hat die Sicherheit oberste Priorität. Wir arbeiten daher immer mit zwei voneinander unabhängigen Rettungs- und Sicherungssträngen (Redundanz).

Das Einsatz- und Übungsspektrum umfasst:

  1. Sicherung der Einsatzkräfte gegen Absturz bei Arbeiten in exponierten Lagen, wie sie beispielsweise bei der Beseitigung von Sturmschäden oder Schneelasten auf Dächern, Arbeiten an steilen Abhängen oder bei Nachlöscharbeiten vorkommen können.
  2. „Einfache“ Rettung aus Höhen und Tiefen
    „Einfache“ bedeutet hier jedoch nur eine klare Abgrenzung zur Höhenrettung. Diese stellt im Landkreis Böblingen die Werkfeuerwehr Daimler aus Sindelfingen.

Das Einsatzspektrum ist sehr vielfältig, hier einige Beispiele:

  • Rettung aus dem Glockenmuseum der Stiftskirche
  • Personenrettung über die Drehleiter mit Flaschenzug, wenn der Korb nicht richtig positioniert werden kann
  • Unfälle innerhalb von Industrie- und landwirtschaftlichen Gebäuden
  • Bauunfälle
  • Unfälle abseits befestigter Straßen (Wälder, Steinbruch, Wintersport-Abfahrten)
  • Kräne, Strom- und Funkmasten
  • Tanks, Kessel oder Kanalisation
  • Dolinen und Höhlen

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