slider1

Wenn's brenzlig werden sollte...

Geschrieben von Andreas Widmayer

Jähr­lich ster­ben in der Bun­des­re­pu­blik et­wa 600 Men­schen an Fol­gen von Ver­bren­nun­gen oder er­sti­cken im Brand­rauch. 6.000 wer­den da­durch ver­letzt. Die Hö­he der Brand­schä­den er­reicht in­zwi­schen ca. 4 Mrd. EUR, Ten­denz stei­gend. Ein Groß­teil die­ser schlim­men Er­eig­nis­se ent­steht durch Un­acht­sam­keit und wird oft durch Un­wis­sen­heit noch ver­schlim­mert. Der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Ba­den-Würt­tem­berg in­for­miert des­halb über das rich­ti­ge Ver­hal­ten im Brand­fall.

Ge­hen Sie im Brand- oder Un­glücks­fall im­mer in der Rei­hen­fol­ge

ret­ten – alar­mie­ren – lö­schen

vor. Und blei­ben Sie ru­hig!

Brin­gen Sie sich und an­de­re ge­fähr­de­te Per­so­nen in Si­cher­heit. Fens­ter und Tü­ren schlie­ßen.

Ist we­gen Rauch und Feu­er ein ge­fahr­lo­ser Weg ins Freie nicht mehr mög­lich, blei­ben Sie im Zim­mer. Ma­chen Sie sich am Fens­ter be­merk­bar. War­ten Sie die An­kunft der Feu­er­wehr ab und fol­gen Sie de­ren An­wei­sun­gen.

Alar­mie­ren Sie die Feu­er­wehr über das Not­ruf-Te­le­fon 112.

Be­ach­ten Sie bei der Alar­mie­rung fol­gen­den Ab­lauf:

  • Wer ruft an? (Na­me, Adres­se)
  • Wo ist et­was pas­siert? (Ort, Stra­ße, Haus­num­mer, Ge­schoss)
  • Was ist pas­siert? (Feu­er, Ver­letz­te, ein­ge­schlos­se­ne Per­so­nen)

Neh­men Sie die Brand­be­kämp­fung erst nach der Ret­tung ge­fähr­de­ter Men­schen und der Alar­mie­rung der Feu­er­wehr auf. Kein Ri­si­ko ein­ge­hen! Be­nut­zen sie Was­ser oder ei­nen Feu­er­lö­scher. Und den­ken Sie dar­an:

Bei Klein­brän­den kann das Feu­er oft mit ei­ner De­cke er­stickt wer­den. Fett- und Öl-Brän­de nie mit Was­ser lö­schen – Ex­plo­si­ons­ge­fahr!

Vorsicht im Umgang mit Ethanol-Kaminen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Ka­mi­ne oh­ne Schorn­stein wer­den im­mer be­lieb­ter. Ein­fach auf­bau­en und los­le­gen – so der An­schein. Doch der un­sach­ge­mä­ße Um­gang kann enor­me Ge­fah­ren mit sich brin­gen. Da­her gilt vor Kauf und Be­trieb ei­nes Etha­nol-Ka­mins: Si­cher­heit steht an ers­ter Stel­le!

Ei­nen ge­müt­li­chen, woh­lig war­men Ka­min ver­spre­chen so­ge­nann­te Bio-Etha­nol-Ka­mi­ne. Das ist grund­sätz­lich auch nicht falsch, denn wo Feu­er ist, ist auch Wär­me. Al­ler­dings ent­steht beim Ver­bren­nen des Etha­nols Koh­len­stoff­di­oxid und Was­ser. Des­we­gen muss im­mer aus­rei­chend ge­lüf­tet wer­den.

Die fol­gen­den Hin­wei­se der Feu­er­wehr sol­len hel­fen, mög­li­che Ge­fähr­dun­gen im Um­gang mit Bio-Etha­nol-Ka­mi­nen zu ver­mei­den:

  • In­for­mie­ren Sie sich am bes­ten schon vor dem Kauf ei­nes Etha­nol-Ka­mins über mög­li­che Ge­fah­ren beim Um­gang da­mit. Las­sen Sie sich beim Kauf von ei­nem Fach­mann be­ra­ten.
  • Prü­fen Sie grund­sätz­lich, ob of­fe­ne Flam­men in Ih­rem Haus­halt über­haupt ei­nen si­che­ren Platz fin­den.
  • Wenn Etha­nol oder an­de­re brenn­ba­re Stof­fe au­ßer­halb des Ka­mins in Brand ge­ra­ten, ver­stän­di­gen Sie in je­dem Fall die Feu­er­wehr un­ter der eu­ro­pa­weit gül­ti­gen Not­ruf­num­mer 112, brin­gen Sie sich und an­de­re in Si­cher­heit und un­ter­neh­men Sie Lösch­ver­su­che nur dann, wenn Ih­nen dies oh­ne gro­ße Ge­fahr mög­lich ist. Das geht bei­spiels­wei­se mit ei­nem Schaum-Feu­er­lö­scher. Ist kein Feu­er­lö­scher im Haus, kann ei­ne schwe­re Baum­woll­de­cke hel­fen, den Brand zu lö­schen. Bes­ser ist ei­ne spe­zi­ell be­han­del­te Lösch­de­cke.
  • Fül­len Sie un­ter kei­nen Um­stän­den Etha­nol nach, wäh­rend der Ka­min brennt oder noch heiß ist.
  • Be­fül­len Sie das Etha­nol-Ge­fäß nie über die an­ge­ge­be­ne ma­xi­ma­le Füll­men­ge hin­aus. Fül­len Sie den Brenn­stoff erst kurz vor dem Ent­zün­den ein, da sich sonst er­heb­li­che Men­gen brenn­ba­rer Ga­se bil­den, die zu ei­ner ge­fähr­li­chen Ver­puf­fung mit Stich­flam­men füh­ren kön­nen. Ach­ten Sie auch dar­auf, kei­nen Brenn­stoff zu ver­schüt­ten.
  • Ge­hen Sie beim An­zün­den nicht zu nah an die Brenn­wan­ne her­an.
  • Nur Etha­nol ver­wen­den! Kau­fen Sie mög­lichst rei­nes und da­mit schad­stoff­frei­es Etha­nol. Ver­wen­den Sie in kei­nem Fall an­de­re Brenn­stof­fe!
  • Las­sen Sie das Feu­er nicht aus den Au­gen. Ver­las­sen Sie ins­be­son­de­re nicht Haus oder Woh­nung, wäh­rend der Ka­min noch brennt. Ge­hen Sie auch nicht zu Bett, so­lan­ge die Flam­me noch nicht er­lo­schen ist!
  • Sor­gen Sie für aus­rei­chend Ab­stand zwi­schen dem Ka­min und brenn­ba­ren Ma­te­ria­len in der Woh­nung.
  • Beim Ver­bren­nen von Bio-Etha­nol ent­steht Was­ser und Koh­len­stoff­di­oxid. Das heißt, die Luft wird feuch­ter und schnel­ler ver­braucht. Lüf­ten Sie da­her aus­rei­chend und re­gel­mä­ßig.
  • Der Brenn­stoff ge­hört nicht in die Hän­de von Kin­dern.

Und wenn es doch ein­mal brennt: Ru­fen Sie die Feu­er­wehr über den Not­ruf 112!

Mal richtig einheizen...

Geschrieben von Andreas Widmayer

Feu­er wird seit Ur­zei­ten als Wär­me­quel­le ge­nutzt. Doch bis heu­te ha­ben vie­le Men­schen nicht ge­lernt si­cher mit Feu­er um­zu­ge­hen. Des­halb nach­fol­gend ein paar Tipps zum Hei­zen:

  • Ver­mei­den Sie of­fe­nes Feu­er in der Woh­nung – si­che­rer sind Heiz­lüf­ter oder Ka­chel­öfen.
  • Durch un­voll­stän­di­ge Ver­bren­nung kann es zur Bil­dung von Koh­len­mon­oxid kom­men, das zu le­bens­ge­fähr­li­chen Ver­gif­tun­gen führt. Las­sen Sie Ka­mi­ne re­gel­mä­ßig von Ih­rem Ka­min­fe­ger prü­fen und rei­ni­gen!
  • Ach­ten Sie bei Heiz­lüf­tern dar­auf, dass die­se ge­nü­gen­den Ab­stand zu brenn­ba­ren Ge­gen­stän­den ha­ben.
  • Las­sen Sie Hei­zungs­an­la­gen und Ka­mi­ne re­gel­mä­ßig vom Fach­mann war­ten.
  • La­gern Sie Brenn­ma­te­ri­al­vor­rä­te nicht zu na­he am Ofen.
  • Ent­sor­gen Sie hei­ße Asche nur in feu­er­fes­te Müll­ei­mer oder Müll­ton­nen.
  • Sor­gen Sie beim Ein­satz von Gas­heiz­lüf­tern für gu­te Be­lüf­tung.
  • Stel­len Sie pro­vi­so­ri­sche Feu­er­stät­ten sach­ge­recht auf, las­sen Sie dies am bes­ten von ei­nem Fach­mann er­le­di­gen.

Wenn es dann doch trotz al­ler Vor­sicht ein­mal schief ge­hen soll­te, hel­fen Ih­nen die Frau­en und Män­ner Ih­rer Feu­er­wehr. Not­ruf-Te­le­fon 112

So gibt‘s keine „böse“ Bescherung

Geschrieben von Andreas Widmayer

Der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württemberg und die Feuerwehr Herrenberg möch­ten zum Be­ginn der Ad­vents­zeit zu ei­ner be­son­de­ren Auf­merk­sam­keit im Um­gang mit Ker­zen und Ad­vents­krän­zen hin­wei­sen.

  • Kei­nen tro­cke­nen Ad­vents­kranz ver­wen­den.
  • Ad­vents­kranz oder -ge­steck auf feu­er­fes­te Un­ter­la­ge stel­len und Ker­zen­hal­ter aus feu­er­fes­tem Ma­te­ri­al ver­wen­den.
  • Ker­zen nie­mals in der Nä­he von Vor­hän­gen oder an­de­ren brenn­ba­ren Ma­te­ria­li­en auf­stel­len und ent­zün­den.
  • Bren­nen­de Ker­zen nie un­be­auf­sich­tigt las­sen; auch beim kurz­fris­ti­gen Ver­las­sen des Zim­mers lö­schen. Ker­zen im­mer von „hin­ten nach vor­ne“ an­bren­nen, von „vor­ne nach hin­ten“ lö­schen und nie über bren­nen­de Ker­zen grei­fen.
  • Ab­ge­brann­te Ker­zen recht­zei­tig aus­wech­seln.
  • Streich­höl­zer und Feu­er­zeu­ge an ei­nem vor Kin­dern si­che­ren Ort auf­be­wah­ren.
  • Kin­der soll­ten nur un­ter An­lei­tung von Er­wach­se­nen mit Streich­holz und Feu­er­zeug um­ge­hen.
  • Ach­ten Sie dar­auf, dass die Ker­zen bei Ver­las­sen des Rau­mes wirk­lich ge­löscht sind.

Und wenn es doch ein­mal brennt: Ru­fen Sie die Feu­er­wehr über das Not­ruf-Te­le­fon 112.

Alle Jahre wieder...

Geschrieben von Andreas Widmayer

Bald ist Weih­nach­ten. Für vie­le ein Fest der Freu­de und Be­sinn­lich­keit. Für so man­chen aber auch ein Fest vol­ler Angst und Schre­cken, oft mit schlim­men Fol­gen. Nur ei­ne klei­ne Un­acht­sam­keit und schon steht das Sym­bol der Fest­lich­keit in hel­len Flam­men. Da­mit aus Ih­rer Weih­nachts­fei­er kein Weih­nachts­feu­er wird, hier ei­ni­ge Tipps Ihrer Feuerwehr.

  • Kau­fen Sie den Weih­nachts­baum erst kurz vor dem Fest und ach­ten Sie dar­auf, dass er nicht na­delt.
  • Be­wah­ren Sie ihn bis zu den Fest­ta­gen mög­lichst im Frei­en auf.
  • Ach­ten Sie auf aus­rei­chen­den Si­cher­heits­ab­stand zu leicht brenn­ba­ren Ma­te­ria­li­en wie Vor­hän­gen und Gar­di­nen.
  • So­fern Sie Wachs­ker­zen be­vor­zu­gen, be­fes­ti­gen Sie die­se so, dass an­de­re Zwei­ge nicht Feu­er fan­gen kön­nen; ver­wen­den Sie Ker­zen­hal­ter aus feu­er­fes­tem Ma­te­ri­al.
  • Zün­den Sie die Ker­zen von oben nach un­ten an; in um­ge­kehr­ter Rei­hen­fol­ge lö­schen.
  • Stel­len Sie für den Fall ei­nes Fal­les Lösch­mit­tel griff­be­reit. Es ge­nügt auch ein Ei­mer Was­ser.
  • Las­sen Sie bren­nen­de Ker­zen nie un­be­auf­sich­tigt; El­tern soll­ten auf ih­re Kin­der ach­ten.
  • Be­wah­ren Sie Streich­höl­zer und Feu­er­zeu­ge an ei­nem vor Kin­dern si­che­ren Platz auf.
  • Kin­der soll­ten nur un­ter An­lei­tung von Er­wach­se­nen mit Streich­holz und Feu­er­zeug um­ge­hen.

Und wenn es den­noch bren­nen soll­te: Auch am Hei­lig­abend ha­ben Frau­en und Män­ner Ih­rer Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren für Sie Ruf­be­reit­schaft. Not­ruf-Te­le­fon 112