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Saisonende Weihnachten

Geschrieben von Andreas Widmayer

Er und sei­ne Ab­le­ger ha­ben jetzt end­gül­tig aus­ge­dient. Für Weih­nachts­bäu­me, Tan­nen­rei­sig, Ad­vents­ge­ste­cke ist jetzt Sai­son­en­de. Dies gilt auch und ge­ra­de aus Sicht Ih­rer Feu­er­wehr. Denn die Ta­ge in der Hei­zungs­luft ha­ben dem eins­ti­gen Sym­bol von Fest­lich­keit und Froh­sinn arg zu­ge­setzt. Der Baum ist aus­ge­trock­net. Zwi­schen Na­deln und Äs­ten ha­ben sich Stof­fe ge­bil­det, die das Bren­nen för­dern. Jetzt reicht ei­ne klei­ne Zünd­quel­le und das Grün­zeug steht in Flam­men.

Des­halb emp­feh­len wir fol­gen­des:

  • Zün­den Sie auf kei­nen Fall jetzt mehr Wachs­ker­zen am Baum oder Ad­vents­kranz an!
  • Ent­sor­gen Sie jetzt Weih­nachts­baum und Grün­ge­ste­cke!
  • Be­hal­ten Sie das ver­gan­ge­ne Weih­nach­ten in gu­ter Er­in­ne­rung statt mit dem Er­leb­nis ei­nes mit ei­nem Zim­mer­bran­des!

Und wenn es doch mal bren­nen soll­te: Ih­re Feu­er­weh­r Herrenberg ist auch im neu­en Jahr rund um die Uhr an 365 Ta­gen für Sie da. Not­ruf-Te­le­fon 112!

Aufpassen beim Auftauen!

Geschrieben von Andreas Widmayer

Jedes Jahr müssen sich Feuerwehren Folgen beseitigen, wenn Hausbesitzer versuchen, eingefrorene Wasserleitungen mittels einer Lötlampe aufzutauen. Das offene Feuer verfehlt dabei immer wieder –unsachgemäß verwendet – seinen Zweck. Deshalb ein paar Expertentipps der Feuerwehr:

  • Stellen Sie Wasserleitungen in unbeheizten Räumen oder die ins Freie führen nach Möglichkeit ab und entleeren die Rohre.
  • Drehen Sie Heizkörper nie ganz ab, auch nicht nachts oder im Urlaub. Wählen Sie mindestens die gekennzeichnete Frostschutzstellung.
  • Sichern Sie Leitungen in unbeheizten Räumen mit einem „Frostwächter“, wenn sie nicht abgestellt werden können.
  • Benutzen Sie auf keinen Fall eine Lötlampe oder ein anderes offenes Feuer. Die Hitze entzündet durch Wärmeleitung oftmals unkontrolliert brennbare Stoffe an anderen Stellen und in Hohlräumen, z. B. Isoliermaterial.
  • Benutzen Sie zum Auftauen besser Haartrockner, Heizlüfter, Heißluftgebläse, ein Dampfstrahlgerät oder Tücher, die in heißes Wasser getaucht wurden. Auch Heizmatten oder Wärmflaschen sind gute Hilfsmittel.

Ihre Feuerwehr ist immer für Sie da – 365 Tage im Jahr. Unser Notruf-Telefon für schnelle Hilfe: 112!

Tolle Tage - „narrensicher“

Geschrieben von Andreas Widmayer

In den kom­men­den Ta­gen er­reicht die "Fünf­te Jah­res­zeit" ih­ren Hö­he­punkt. Gnome, Nar­ren und He­xen stür­zen sich über­mü­tig ins Ver­gnü­gen. In Wirt­schaf­ten, Dis­ko­the­ken, Hal­len oder zu Hau­se im Par­ty­kel­ler gibt sich die bun­te Nar­ren­schar ein lus­ti­ges Stell­dich­ein. In Fei­er­lau­ne, ver­ges­sen vie­le, dass ge­ra­de die­se „hei­ße Pha­se“ des när­ri­schen Trei­bens auch Ge­fah­ren birgt. Des­halb gibt der Feu­er­wehr­ver­band Baden-Württemberg gemeinsam mit der Feuerwehr Herrenberg fol­gen­de Tipps:

  • De­ko­ra­tio­nen, Gir­lan­den, Luft­schlan­gen oder Lam­pi­ons dür­fen nicht mit of­fe­nem Feu­er, Heiz­strah­lern oder Glüh­bir­nen in Be­rüh­rung kom­men. Am bes­ten schwer ent­flamm­ba­re De­ko­ra­tio­nen ver­wen­den.
  • Bren­nen­de Ker­zen nie­mals un­be­auf­sich­tigt las­sen, ins­be­son­de­re zu spä­ter Stun­de, wenn die Stim­mung be­son­ders aus­ge­las­sen ist.
  • Mit glim­men­den Zi­ga­ret­ten nicht acht­los um­ge­hen; sie kön­nen schnell ei­nen Brand ent­fa­chen.
  • Zi­ga­ret­ten kön­nen nach lan­ge nach­glü­hen. Aschen­be­cher nie­mals in Pa­pier­kör­be ent­lee­ren. Am bes­ten sind Blech­ei­mer.
  • Für Kos­tü­me kein leicht brenn­ba­res Ma­te­ri­al ver­wen­den. Ei­ne ori­gi­nel­le Ver­klei­dung muss noch lan­ge nicht si­cher sein.

Wir wün­schen al­len Nar­ren tol­le Ta­ge und ein we­nig Acht­sam­keit, da­mit sie auf die tol­len Ta­ge mit Freu­de zu­rück­bli­cken kön­nen.

Sicher und gut gemacht, Do It Yourself

Geschrieben von Andreas Widmayer

Über­trie­be­ner Ehr­geiz scha­det. Ganz be­son­ders dann, wenn er schlim­me Ge­fah­ren nach sich zie­hen kann. Be­son­ders das be­lieb­te Heim­wer­ken ist ri­si­ko- und ge­fah­ren­träch­tig. Der ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Heim­wer­ker weiß:

  • Boh­ren und Na­geln in senk­rech­ter oder waag­rech­ter Li­nie zu Steck­do­sen oder elek­tri­schen Schal­tern ist le­bens- und brand­ge­fähr­lich. Ein „Lei­tungs­such­ge­rät“ hilft.
  • Feu­er­ge­fähr­li­che Stof­fe (Ben­zin, Ver­dün­nung, Rei­ni­gungs­mit­tel u. ä.) nie­mals in der Nä­he von of­fe­nem Feu­er ver­wen­den oder in der Nä­he von Wär­me­quel­len auf­be­wah­ren.
  • Wenn brenn­ba­re Dämp­fe ent­ste­hen, gut lüf­ten; Zünd­quel­len aus­schal­ten.
  • Lö­ten und Schwei­ßen ist nichts für An­fän­ger und beim Tren­nen und Schlei­fen flie­gen glü­hen­de Tei­le oft meh­re­re Me­ter weit. Dar­um Si­cher­heits­ab­stän­de zu brenn­ba­ren Stof­fen ein­hal­ten, Lösch­mit­tel be­reit­stel­len und wie­der­hol­te Kon­trol­len auch nach Ab­schluss der Ar­bei­ten.
  • Si­cher­heits­ab­stän­de zu brenn­ba­ren Stof­fen ein­hal­ten, Lösch­mit­tel be­reit­stel­len und wie­der­hol­te Kon­trol­le auch nach Ab­schluss­ar­bei­ten.
  • Nur Bau­stof­fe ver­wen­den, die nicht brenn­bar oder schwer ent­flamm­bar sind; Prüf­num­mern und Kenn­zeich­nun­gen be­ach­ten.
  • Beim Dach­ge­schoss-Aus­bau den zwei­ten Ret­tungs­weg nicht ver­ges­sen.
  • Ge­brauch­te Putz­lap­pen kön­nen ent­zün­den sich selbst ent­zün­den – des­halb nur in feu­er­fes­ten, ver­schlos­se­nen Be­häl­tern auf­be­wah­ren.
  • Rauch­ab­zugs­roh­re mit ge­nü­gend Ab­stand von brenn­ba­ren Ma­te­ria­li­en mon­tie­ren.

Und wenn es doch ein­mal zu ei­nem Brand kom­men soll­te: Not­ruf-Te­le­fon 112

Kohlenstoffmonoxid – die unsichtbare Gefahr

Geschrieben von Andreas Widmayer

Es ist ge­ruchs- und ge­schmack­los, und schon we­ni­ge Atem­zü­ge kön­nen zum Tod füh­ren: Koh­len­stoff­mon­oxid ent­steht bei ei­nem un­voll­stän­di­gen Ver­bren­nungs­vor­gang. Es ist ein nicht ät­zen­des und nicht rei­zen­des Gas und wird da­her vom Men­schen nicht wahr­ge­nom­men.

Häu­fig ist ei­ne feh­ler­haf­te Ver­bren­nung in Gas­ther­men die Ur­sa­che von Un­fäl­len. Aber auch das Gril­len in ge­schlos­se­nen Räu­men und un­sach­ge­mä­ßer Um­gang mit of­fe­nen Ka­mi­nen kann töd­li­che Ge­fah­ren mit sich brin­gen.

Ei­ne wei­te­re Ge­fah­ren­quel­le ist das Be­trei­ben von Gas­strah­lern oder -pil­zen in ge­schlos­se­nen Räu­men. Zu­dem set­zen auch Ver­bren­nungs­mo­to­ren das Gas frei. Der Ben­zin-Ra­sen­mä­her oder die Ben­zin-Ket­ten­sä­ge soll­te des­halb nie in ge­schlos­se­nen Räu­men re­pa­riert und dann aus­pro­biert wer­den.

Koh­len­stoff­mon­oxid kann ein Mensch nicht be­mer­ken – es löst bei uns kei­ne Warn­sen­so­ren aus wie et­wa Erd­gas, dem ein war­nen­der Ge­ruchs­stoff bei­ge­mischt ist. Das Gas mit dem Kür­zel CO bin­det sich im Blut an die ro­ten Blut­kör­per­chen (Hä­mo­glo­bin) und ver­drängt da­bei den Sau­er­stoff. Nach we­ni­gen Atem­zü­gen kann dies be­reits zu schwe­ren Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen und zum Tod füh­ren. Schon im Ver­dachts­fall ei­ner Koh­len­stoff­mon­oxid-Ver­gif­tung muss schnell re­agiert wer­den.

Der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band gibt Ih­nen fol­gen­de Hand­lungs­hin­wei­se:

  • Neh­men Sie beim Be­trieb gas­be­trie­be­ner Ge­rä­te plötz­lich auf­tre­ten­de Kopf­schmer­zen ernst – sie sind ein ers­tes An­zei­chen für ei­ne mög­li­che Ver­gif­tung. Be­glei­tet wer­den sie un­ter Um­stän­den von ei­ner Be­wusst­sein­s­ein­trü­bung.
  • Beim Ver­dacht des Auf­tre­tens von Koh­len­stoff­mon­oxid ver­las­sen Sie so­fort den be­trof­fe­nen Raum. So­fern mög­lich, soll­te man die Fens­ter öff­nen, um zu lüf­ten.
  • Wenn es Ih­nen oh­ne Ei­gen­ge­fähr­dung mög­lich ist, schal­ten Sie das mög­li­cher­wei­se ver­ur­sa­chen­de gas­be­trie­be­ne Ge­rät aus.

Nicht nur um­sich­ti­ges Han­deln, son­dern auch tech­ni­sche Vor­sor­ge kön­nen da­zu bei­tra­gen, Un­fäl­le zu ver­hin­dern:

  • Ein wich­ti­ger Bei­trag zur Prä­ven­ti­on ist die re­gel­mä­ßi­ge Prü­fung der Hei­zungs­an­la­ge.
  • Ver­wen­den Sie die An­la­gen sach­ge­mäß. Bei Eta­gen­hei­zun­gen sind die Lüf­tungs­schlit­ze der je­wei­li­gen Tü­ren der Gas­ther­men frei zu hal­ten und nicht zu ver­stel­len, sonst er­hält die An­la­ge zu we­nig Sau­er­stoff.
  • Es gibt mitt­ler­wei­le Warn­mel­der, die, ähn­lich wie Rauch­warn­mel­der, vor der Frei­set­zung von Koh­len­stoff­mon­oxid war­nen. Sinn­voll ist die In­stal­la­ti­on ei­nes sol­chen Ge­rä­tes in der Nä­he der Gas­ther­me. Er­hält­lich sind die­se spe­zi­el­len CO-Mel­der im Fach­han­del.

Alar­mie­ren Sie in je­dem Ver­dachts­fall Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst über die eu­ro­pa­weit gül­ti­ge Not­ruf­num­mer 112!