Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

Nach 28 Jahren geht eine Ära zu Ende

Geschrieben von Andreas Widmayer

Haslach: Ortsvorsteher Dieter Ulmer war der dienstälteste Feuerwehr-Kommandant im Kreis Böblingen

28 Jahre hat Dieter Ulmer auf dem Buckel - 28 Dienstjahre als Kommandant einer freiwilligen Feuerwehr. Beinahe drei Jahrzehnte stand der heute 62-Jährige der Haslacher Wehr vor und war damit bislang der dienstälteste Kommandant im gesamten Landkreis Böblingen. Bei der Jahreshauptversammlung Anfang Januar hat Dieter Ulmer sein Ehrenamt an Marc Heininger weiter gegeben, vergangene Woche stimmte der Ortschaftsrat dem Wechsel zu. Damit geht in Haslach eine Ära zu Ende.

"Die Feuerwehr, das war einfach schon immer meins", sagt Dieter Ulmer und wer ihn das sagen hört, der zweifelt keine Sekunde daran. Nicht nur, weil er es mit einer Begeisterung sagt, die nicht gespielt sein kann. Sondern auch, weil die 28 Dienstjahre an der Spitze der Haslacher Abteilungswehr allein schon Zeugnis davon sind, dass da einer mit Herzblut bei der Sache war. Und ist. Denn auch wenn Dieter Ulmer nun sein Amt als Kommandant der Haslacher Feuerwehr abgegeben hat, als Aktiver und als Gruppenführer wird er der Haslacher Einsatzabteilung erhalten bleiben. "Solange es noch geht, bleibe ich dabei", sagt der heute 62-Jährige und er hat dabei weniger die eigene Gesundheit als vielmehr die gesetzlichen Vorgaben im Hinterkopf. Hat er seinen 65. Geburtstag gefeiert, muss er aufhören und kann höchstens in die Altersabteilung wechseln. Doch das ist Zukunftsmusik.

Hier laufen im Notfall die Fäden zusammen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Kreis Böblingen: Der "Gäubote" blickt bei der Integrierten Leitstelle hinter die Kulissen

Auf den ersten Blick sieht es aus wie jedes andere Großraumbüro. Oder eher, wie jedes andere Büro.

In der Mitte zwei Bildschirmarbeitsplätze, in den Ecken links und rechts jeweils noch einmal einer. Rechter Hand geht es weiter in ein separates Büro. Das vom Chef. Andreas Leutwein heißt er seit November des vergangenen Jahres. Eine weitere Tür ist fest verschlossen, Martin Lange lässt einen nur kurz hineinspickeln. "Noch sind wir nicht fertig", sagt er und schließt die Tür wieder. Noch im Laufe des Jahres aber wird der Umbau abgeschlossen sein, werden hier zwei zusätzliche Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz haben. Die zunehmenden Einsatzzahlen machen es notwendig, dass für den kassenärztlichen Notfalldienst mehr Raum geschaffen wird. Es ist ein Detail, das zeigt, dass es sich eben um kein "normales" Büro handelt - sondern um die Inte grierte Leitstelle im Landkreis Böblingen.

Hier laufen im Notfall die Fäden zusammen. Von hier aus werden die Rettungskräfte alarmiert, sowohl die aus der medizinischen Rettung wie auch die der Feuerwehr. Seit dem Jahr 2000 wird nach dem jetzigen Muster gearbeitet. Seinerzeit wurden die Leitstelle von DRK und von Feuerwehr zusammen- und ins Obergeschoss der Böblinger Feuerwache im Röhrer Weg verlegt. "Früher als in anderen Landkreisen hatten wir die Integrierte Leitstelle", betont Martin Lange und er weiß, wovon er spricht. Denn die Leitstelle ist "sein Baby". Schon in der Planungsphase war Martin Lange mit an Bord, sein berufliches Fachwissen im EDV-Bereich, verbunden mit dem Hintergrundwissen durch die langjährige Zugehörigkeit zu einer freiwilligen Feuerwehr waren ausschlaggebend und machten ihn zum idealen Mann. Seit mehr als 15 Jahren vertritt er den dritten Träger, neben der DRK-Rettungsdienst gGmbH und der Stadt Böblingen sitzt der Landkreis Böblingen mit im Boot.

Kleine Geräte helfen bei der Personenrettung

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Welche Erfahrungen hat die Feuerwehr mit der Rauchwarnmelderpflicht gemacht?

Wenn das Feuer den Menschen im Schlaf überrascht, kommt oft jede Hilfe zu spät. Dabei kann ein einfaches kleines Gerät Leben retten. Vor etwas über einem Jahr sind die Rauchmelder zur Pflicht geworden. Welche Erfahrung hat die Feuerwehr seit der Einführung der Geräte vor etwas über einem Jahr gemacht?

"Während des Schlafs ist der Mensch nicht in der Lage, den Rauch wahrzunehmen", erklärt Kreisbrandmeister Guido Plischek, "der Geruchssinn ist dann aus." Hunde hingegen können den Rauchgeruch wahrnehmen und ihre Besitzer aufmerksam machen, der Mensch jedoch ist ohne tierische und technische Unterstützung hilflos. Jedes Jahr sind in Deutschland rund 400 Brandtote zu beklagen, 70 Prozent von ihnen werden nachts vom Feuer überrascht, wie Gerd Zimmermann, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Böblingen und des Kreisfeuerwehrverbands Böblingen ausführt. Todesursache sind jedoch nicht die Flammen selbst, denn die meisten Opfer ersticken bereits an giftigen Rauchgasen, bevor das Feuer sie erreicht hat. Bereits eine Lungenfüllung mit Brandrauch kann zur tödlichen Dosis werden.

Gute Kameradschaft als Basis

Geschrieben von Andreas Widmayer

Kayh: Freiwillige Feuerwehr ehrt langjährige Mitglieder

Gerhard Schneider und Ehrenkommandant Adolf Ugele löschen seit vier Jahrzehnten, Armin Hätinger seit einem Vierteljahrhundert. Hätinger ist zudem seit 24 Jahren der Kassier der Abteilung Kayh. Großes Lob an die gesamte Wehr gab es vom Ersten Bürgermeister der Stadt Herrenberg, Tobias Meigel, für geleistete Arbeit.

Auf die sechs Einsätze, zu denen die Floriansjünger Kayh im Laufe des vergangenen Jahres gerufen wurden, waren sie bestens vorbereitet. 20 Monatsübungen wurden absolviert, wobei im Wechsel und der Jahreszeit angepasst, im Winter das Augenmerk auf dem theoretischen Teil der Arbeit und in den Sommermonaten das praktische Umsetzen des Erlernten im Vordergrund stand.

Hierzu zählten unter anderem der Löschangriff, die Wasserförderung und die technische Hilfeleistung. Dass die Männer den Anforderungen gewachsen waren, stellten sie bei einem Einsatz mit der Meldung "Explosion in einer Schnapsbrennerei" ebenso unter Beweis, wie bei der Bergung eines Traktors mit Personenschaden.

Wenige Einsätze im Jahr 2015 und viel Ausbildung

Geschrieben von Andreas Widmayer

Kuppingen: Die Freiwillige Feuerwehr ehrt Mitglieder und Trainer der international erfolgreichen Wettkampfgruppe

Auf ein eher ruhiges Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr Kuppingen bei der Jahreshauptversammlung im Sportheim. Lediglich 16 Einsätze hatten die Kuppinger Kameraden 2015 zu bewältigen, darunter lediglich vier Brandeinsätze.

In ihrem Heimatort musste die Kuppinger Wehr sogar zu überhaupt keinem Brand ausrücken, gleich drei Mal führte der Brandalarm ins Nachbardorf nach Oberjesingen. Dort erlebten die Einsatzkräfte auch den wohl ernstesten Einsatz des vergangenen Jahres: In der Kocherstraße hatte ein Kleinkind mit einem Feuerzeug gespielt und einen Großbrand ausgelöst. Das Haus konnten die zahlreichen Wehren der Region nicht retten, die Bewohner hatten jedoch Glück im Unglück und konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Besonders im Gedächtnis blieb den beiden Kuppinger Mitgliedern der Führungsgruppe Herrenberg auch der Chemieunfall im Gültsteiner Gewerbegebiet. "Das war auch für uns Neuland", gab Kommandant Michael Haarer zu. Neben den Brandeinsätzen leistete die Kuppinger Wehr noch acht technische Hilfeleistungen, dabei wurden alleine fünf Ölspuren beseitigt. Außerdem verzeichneten die Einsatzkräfte drei Fehlalarme.