Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

Hochkarätige Ehrungen als Hauptakt des Abends

Geschrieben von Andreas Widmayer

Sindelfingen: Kreisfeuerwehr-Verband Böblingen zieht im Mercedes Event Center Jahresbilanz

Es war das i-Tüpfelchen auf einem ganz besonderen Jahr: Im Mercedes Event Center Sindelfingen traf sich der Kreisfeuerwehrverband Böblingen zur Verbandsversammlung. Ein Großereignis, die Landesverbandsversammlung im Juli stand noch einmal im Mittelpunkt.

Mehr als 5 000 Gäste, mehr als 650 Helfer aus den eigenen Reihen. Zum Auftakt der Empfang in der Alten Turnhalle in Herrenberg, an den Folgetagen Fachvorträge und Delegiertenversammlung, Wettkämpfe, Musik und Tanz im Festzelt auf dem Böblinger Flugfeld, das musikalische Wertungsspiel in Ehningen - das war die Landesversammlung, die der Kreisverband Böblingen im Juli 2015 ausgerichtet hatte. Der Tenor dabei: Beim "kleinen Landesfeuerwehrtag" konnte man als Organisator und Gastgeber auf ganzer Linie punkten.

Nicht nur aufgrund des "Großereignisses" hatte es 2015 in sich. Zu mehr als 5 700 Einsätzen wurden die Kameraden gerufen, darunter knapp 500 Brandeinsätze. "Mit 15 Großbränden sind wir recht glimpflich davongekommen", sagte Markus Priesching, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Böblingen, im Rückblick. Und er nannte weitere Zahlen: Neben 26 freiwilligen Feuerwehren zählen vier Werkfeuerwehren zum Kreisverband, in diesen engagieren sich mehr als 2 400 ehrenamtliche und 113 hauptamtliche Einsatzkräfte. In 24 Jugendwehren werden 541 Jugendliche ausgebildet, 703 Kameraden gehören den 42 Altersabteilungen an, die drei Musikzüge im Kreis Böblingen zählen 63 Musiker.

Los gehts mit dem Lehrgang zum "Truppmann"

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Für die Ausbildung zu Feuerwehrmann und -frau ist ein großer Einsatz an Zeit erforderlich

"Man lernt nie aus", diese Maxime gilt gerade im Hinblick auf die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr. Um "Retten - Löschen - Bergen - Schützen" zu können, brauchen die Kameraden das nötige Rüstzeug. In materieller Hinsicht, vor allem aber hinsichtlich der persönlichen Ausbildung. Diese ist umfassend und zeitintensiv. Allein die Grundausbildung umfasst 70 Unterrichtsstunden und sie ist "nur" die erste Etappe eines langen Weges.

Eines Weges, der mit einem Handschlag beginnt. Per Handschlag werden die Kameraden als neue Mitglieder einer Feuerwehr begrüßt - was aber nicht bedeutet, dass die handfeste Geste sie zu einem "Feuerwehrmann" oder einer "Feuerwehrfrau" macht. Ein feiner, aber ein gravierender Unterschied. Denn wer Feuerwehrmann sein will, muss zuerst die Truppmannausbildung Teil eins absolviert und die dazu gehörende praktische und schriftliche Prüfung erfolgreich bestanden haben. Erst dann bekommt man den ersten Dienstgrad verliehen, bekommt man den ersten roten Stern auf die Schulterklappe der Ausgehuniform und, der wohl wichtigste Punkt: Erst dann, und wenn man zudem volljährig ist, darf man im Ernstfall als Mitglied der Einsatzabteilung ausrücken. Denn erst die Truppmannausbildung Teil eins, umgangssprachlich "Grundausbildung" genannt, "befähigt zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz".

Auf der Suche nach der Ursache eines Feuers

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Die polizeiliche Brandermittlung erinnert ein bisschen an ein Puzzlespiel

Ein Blitzeinschlag? Ein Kurzschluss des Fernsehers? Ein nicht ausgeschalteter Herd? Zündeleien - aus Freude am Feuer oder um die Versicherungssumme abkassieren zu können? Es gibt viele Ursachen, aus denen die Kameraden der Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausrücken müssen. Und mit ihnen die Kollegen der anderen Blaulichtfraktion, der Polizei. Denn deren Aufgabe ist es, Antworten zu finden. Antworten auf die Fragen nach der Ursache eines Brandes.

Ihre Arbeit erinnert nicht nur ein bisschen an ein Puzzlespiel. Stück für Stück werden Informationen zusammengetragen. Mittels Spurensuche am Brandort, mittels Zeugenbefragung. Erstes wird von den Kollegen der Kriminaltechnik übernommen, Zweites von den Beamten der Kriminalinspektion. Im Fall der Böblinger Kriminalpolizei, seit der Reform Teil des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, wird die Kriminaltechnik von Kriminalhauptkommissar Ulrich Koch geleitet, Kriminaloberrat Volker Zaiß ist Leiter der für Branddelikte zuständigen Kriminalinspektion.

Schüler werden in Windeseile aus dem Schulgebäude gerettet

Geschrieben von Andreas Widmayer

Gültstein: Hauptübung Süd der Feuerwehr Herrenberg verläuft erfolgreich in zwei Teilen

Pünktlich um 14 Uhr waren am vergangenen Samstagnachmittag in der Ortsmitte von Gültstein die ersten Sirenen zu hören. Trotz des regnerischen Wetters waren etliche Zuschauer in der Altinger Straße/Ecke Gisilostraße versammelt. Postwendend kamen die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr Gültstein, dicht gefolgt von den Freiwilligen aus Herrenberg, angefahren.

Auftakt der öffentlichen Übung stellte die Simulation eines Verkehrsunfalles dar und zeigte dem Publikum die Befreiung eines eingeklemmten Opfers aus einem Unfallwagen. "Die Hauptübung findet jährlich statt", erklärte Einsatzleiter Markus Hübner. Dabei würden sich die südlichen Teile von Herrenberg in der Ausrichtung der Übung abwechseln. "Am ersten Teil der Hauptübung sind 15 Leute und drei Autos - eins aus Gültstein, zwei aus Herrenberg - beteiligt", erläuterte Hübner den Einsatz. Die Vorführung sollte den Zuschauern zeigen, wie das Unfallopfer sicher aus dem Fahrzeug geborgen werden kann, wenn die Türen selbst nicht mehr geöffnet werden können.

Hier wird gereinigt, geprüft und geflickt

Geschrieben von Andreas Widmayer

Kreis Böblingen: Die zentrale Schlauchwerkstatt in Sindelfingen ist Anlaufstelle für 35 Feuerwehren

Vom roten Einsatzauto mit seinen Blaulichtern und der Einsatzkleidung einmal abgesehen, ist der Feuerwehrschlauch wohl der Ausrüstungsgegenstand der Einsatzkräfte schlechthin. Umso wichtiger, dass er allzeit in einem tipptopp Zustand ist. Dafür sorgen die Kameraden der Sindelfinger Feuerwehr. In der zentralen Schlauchwerkstatt werden die Schläuche von insgesamt 35 Wehren aus dem Landkreis Böblingen regelmäßig gereinigt, geprüft und bei Bedarf auch geflickt.

"Im Prinzip funktioniert es wie in einer Autowaschanlage." Den Vergleich ziehen Uwe Zoller und Alexander Hartmann immer wieder an diesem Vormittag. Und es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Arbeitsschritte, die in der Schlauchwerkstatt getätigt werden, ähneln dem Prozedere für das "Heilige Blechle". Dem Einweichen folgt eine Runde Bürsteneinsatz samt Spülen und zuletzt der Trocknungsdurchgang. Doch damit endet der Vergleich auch schon. Zwischen Spülen und Trocknen werden die Schläuche geprüft - der entscheidende Zwischenschritt. Denn im Ernstfall sollte nach dem Kommando "Wasser marsch" das Löschmittel, egal ob Schaum oder Wasser, ausschließlich zum Strahlrohr entweichen und keinesfalls in Rasensprenkler-Manier aus der Schlauchmitte heraus.