Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

Oldtimer von 1932 ist ein Blickfang

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Feuerwehr mit historischem Löschfahrzeug bei der Feuerwehrparade in München dabei

Unter dem Motto "historisch und hightech" präsentierten sich Hilfsorganisationen mit Feuerwehr- und Einsatzfahrzeugen am Sonntag der Bevölkerung von München. Auch die Herrenberger Feuerwehr war mit von der Partie.

Zum 150. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr München gab es einen Weltrekordversuch mit der größten Feuerwehrparade. Mit dabei waren 200 moderne und 200 historische Einsatzfahrzeuge der Münchner Feuerwehr, Einsatz- und Hilfsorganisationen sowie zahlreicher Feuerwehren und Oldtimer-Freunde aus dem In- und Ausland, wie die Herrenberger Feuerwehr mitteilt. Auch das Juwel der Herrenberger Feuerwehr, das Löschfahrzeug 12 aus dem Jahre 1932, war ein besonderer Blickfang. Nur 25 Fahrzeuge aus der Epoche "Motorisierung 1915 bis 1935" konnten für die Parade gefunden werden. Mittendrin befand sich das Herrenberger Fahrzeug, das jahrelang niemand zu Gesicht bekommen hatte - versteckt seit Ende des Krieges. Zuvor war es in Stuttgart und in Sindelfingen bei Bombenangriffen im Einsatz, und es hatte auch viele Einsätze innerhalb Herrenbergs. Danach war das Gefährt jedoch lange Zeit nicht mehr aufgetaucht.

Trauer um Heinz Rapp

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Träger der Bürgermedaille gestorben

Im Alter von 87 Jahren ist der Herrenberger Heinz Rapp, Träger der Bürgermedaille und ehemaliger Feuerwehrkommandant am 19. Mai gestorben. Er setzte sich insbesondere für das Zusammenwachsen der Feuerwehren aus den Stadtteilen und der Kernstadt ein.

Heinz Rapp trat bereits im Jahr 1943 in die Feuerwehr ein und war viele Jahre Mitglied im Herrenberger Feuerwehrausschuss. "Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm sein Vater, Robert Rapp, bis 1954 die Leitung der Feuerwehr", erinnert sich Gerhard Berger, der später die Nachfolge von Heinz Rapp als Komandant antreten sollte. "Durch die Kriegswirren und die damit verbundene zunehmende personelle Ausdünnung der aktiven Feuerwehrangehörigen war Heinz Rapp schon mit 15 Jahren in sehr schweren Einsätzen nach Fliegerangriffen in der näheren und weiteren Umgebung gefordert."

Nach dem Einsatz gehts im Anzug unter die Brause

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Der Umweltschutzzug rückt radioaktiven, biologischen und chemischen Gefahren zu Leibe

Während Erstklässler ihren ersten Abc-"Einsatz" meist kaum erwarten können, löst dieser bei den Kameraden der Feuerwehr eine erhöhte Alarmbereitschaft aus - und macht ein Ausrücken des Umweltschutzzuges (USZ) nötig. 29 Mitglieder aus Herrenberg, Affstätt und Mönchberg gehören dem USZ der Gäustadt derzeit an. Mit den Kameraden aus Böblingen und Dagersheim bilden sie den Umweltschutzzug Böblingen-Süd.

Gemeinsame Sache wird seit dem Jahr 2006 gemacht: Die Fußball-Weltmeisterschaft war seinerzeit der Auslöser. "Während der Spiele in Stuttgart mussten Leute gestellt werden, die im Falle eines Einsatzes hätten ausrücken können", sagt Michael Kegreiß, seit sechs Jahren Verantwortlicher des Herrenberger Umweltschutzzuges, kurz USZ, und zentraler Ansprechpartner für den ortsübergreifenden Verbund. Nicht beliebige Einsatzkräfte waren damals gefragt, sondern im Abc-Schutz geschulte Feuerwehrleute, die mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren umgehen können.

Jugendfeuerwehr ist als Nachwuchsgarant unverzichtbar

Geschrieben von Andreas Widmayer

Zur ordentlichen Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr (KJF) Böblingen waren die Delegierten nach Schönaich gekommen. Bereits in seiner Begrüßungsansprache war Kreisjugendwart Oliver Zwölfer die Freude sichtlich anzusehen, durfte er doch in seinem Bericht bei den Mitgliedern und den Jugendleitern einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

Die Statistik offenbarte den Delegierten einen Mitgliederstand von 543 Kindern und Jugendlichen, darunter 89 Mädchen und junge Frauen. Die Zahl der Mitglieder der beiden Kindergruppen in Deckenpfronn und Weil im Schönbuch ist konstant geblieben. Gerade die Attraktivität der Übungsabende sei es, mit der die Nachwuchslöscher in der Jugendfeuerwehr gehalten werden könnten, sagte Zwölfer. Er ist zugleich Stellvertreter des Landesjugendleiters. Auch die Zahl der Gruppenleiter ist im Berichtsjahr von 165 auf 193 angestiegen.

Hubschrauber fliegen den Baggersee "Epple" an

Geschrieben von Andreas Widmayer

Kreis Böblingen: Die Waldbrandübung "Schönbuch 1983" war ein beeindruckendes Spektakel

So etwas hatte es im Ländle zuvor nicht gegeben - und auch danach nicht wieder. Am 1. Oktober 1983 fand im Schönbuch eine einzigartige Waldbrandübung statt: Mehr als 1 300 Helfer waren an diesem Samstag gefordert. Einsatzkräfte aller Blaulichtfraktionen aus vier Landkreisen und zwei Regierungsbezirken, dazu deutsche, französische und amerikanische Streitkräfte. Die Fäden liefen damals beim baden-württembergischen Innenministerium zusammen.

"Eine Feuerwand züngelt meterhoch aus einer Lichtung empor. Rauch und Qualm steigen in den vernebelten Morgenhimmel. Ein Geräusch aus der Ferne wird rasch lauter: Mit donnernden Rotoren, aufgeblendeten Scheinwerfern und erst im letzten Augenblick sichtbar durchdringen riesige Helikopter den Dunst." Was sich liest wie die Szene eines Katastrophenfilms made in Hollywood ist der Beginn eines Zeitungsartikels, der am 3. Oktober 1983 abgedruckt wurde und der eine der Situationen beschreibt, die sich zwei Tage zuvor gleich dutzendfach im Naturpark Schönbuch zugetragen haben. Am 1. Oktober nämlich fand dort die größte Feuerwehrübung des Landes Baden-Württemberg statt. Allein die Zahlen zeigen das Ausmaß des Spektakels: 1 300 Einsatzkräfte, 250 Fahrzeuge und zehn Hubschrauber wurden eingesetzt, um zwölf Brandstellen zu löschen. Von einer "Übung der Superlative" war die Rede, Initiator und Organisator war das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg.