Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

Rauch darf nicht unterschätzt werden

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Die meisten Brandopfer verbrennen nicht - sondern sterben am giftigen Qualm

Feuerwehren rücken in Deutschland über 200 000 Mal im Jahr wegen Bränden aus, rund 600 Tote sind dabei jährlich zu beklagen, wobei 80 Prozent aller Brandopfer nicht verbrennen - sie ersticken am giftigen Rauch. Der "Gäubote" hat nachgefragt: Was macht Rauch so gefährlich, wie kann man sich davor schützen. Wie gehen Erstversorger und die Feuerwehren vor Ort mit Brandverletzungen und Rauchgasinhalationen um?

Der Rauch ist bei einem Brand das größte Problem für die Menschen in einem Gebäude, informiert der Kreisfeuerwehrverband Böblingen. Innerhalb von drei Minuten sinkt durch den entstehenden Rauch die Sichtweite so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können. Erschwerend hinzu komme die schnell zunehmende Konzentration des Gases Kohlenmonoxid: Diese steigt im Laufe des Brandes sprunghaft an und führt von Kopfschmerzen über Bewusstlosigkeit bis zum Tod. Außerdem kann es durch Hitzeeinwirkung auf den oberen Atemtrakt zu einem Inhalationstrauma kommen.

Bürger können rasch informiert werden

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Beim Warn- und Informationssystem "Katwarn" hat der Kreis eine Vorreiterrolle übernommen

Nur wer um eine Gefahr weiß, kann sich vor ihr schützen. Im Wissen um diese Maxime hat der Landkreis Böblingen vor inzwischen fast drei Jahren eine Vorreiterrolle im Ländle übernommen und das Warn- und Informationssystem "Katwarn" eingeführt. Einen Echtalarm gab es bisher aber noch keinen.

Terrorgefahr und Extremwetter - zwei Schlagworte, die derzeit so aktuell sind wie nie zuvor. Sollte es im Landkreis Böblingen zu einer derartigen Situation kommen, könnten die Bürger über das Warnsystem "Katwarn" schnell informiert und instruiert werden. Gleiches gilt für Bombenfunde oder auch für Großbrände. "Die Feuerwehr warnt: Großbrand in Herrenberg. Verlassen Sie öffentliche Plätze und halten Sie Türen und Fenster geschlossen." So oder so ähnlich könnte die Nachricht aussehen, die über das Warn- und Informationssystem an alle Nutzer geht.

400 Zwiebelkuchen im 300 Grad warmen Ofen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Gültstein: Fest beim Feuerwehrhaus bietet wieder viel Blasmusik, Jahrgangstreffen und Angebote für Kinder

Handwerklich hergestellter Zwiebelkuchen und viele Blasmusiker, die zum Teil weit gereist sind: Die Gültsteiner Zwiebelkuchen-Hocketse wurde wieder den musikalischen Bedürfnissen ebenso gerecht wie den kulinarischen.

Schon seit 30 Jahren gibt es sie nun schon: die Zwiebelkuchen-Hocketse in Gültstein. Angefangen hatte alles am Hutner-Häusle im Baumfeld. Doch schon bald sprach sich das nette Fest herum, und eine neue Örtlichkeit wurde gesucht und auch gefunden. Die Feuerwehr war bereit miteinzusteigen, und so konnte in der Ortsmitte vor dem Feuerwehrhaus gefeiert werden. Mit viel Energie und Einsatzfreude bauten sie selbst ein maßgefertigtes Zelt, das sich exakt an die örtlichen Gegebenheiten anpasste. Eine örtliche Landmaschinenfirma unterstützte den Eigenbau der Vereine dabei durch die zur Verfügung gestellte Werkstatt. Mittlerweile wird nun jedes Jahr zwei Wochen vor Festbeginn das Gerüst aufgestellt und eine Woche vorher die Plane aufgezogen. Insgesamt rund 100 Mitarbeiter sind am zweitägigen Fest im Einsatz. Und der Aufwand lohnt sich, denn die Bänke und Tische sind gut besetzt und die Stimmung lässt nichts zu wünschen übrig.

Der Plastikzuber zum Einweichen hat ausgedient

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Marc Langer prüft, reinigt, desinfiziert und repariert die Masken in der Atemschutzwerkstatt

Nimmt man den Bestand aller Teilort-Wehren, sind bei der Herrenberger Feuerwehr 186 Atemschutzmasken im Umlauf. Allesamt werden sie in der Werkstatt im Herrenberger Gerätehaus gereinigt, desinfiziert, geprüft, repariert und instand gehalten - und das nach jedem Gebrauch.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schutzausrüstung "nur" während einer Übung oder im Ernstfall getragen wurde. Ob derjenige, der sie getragen hat, im Innenangriff war, als Sicherungstrupp parat stand oder sie nur griffbereit in Reichweite liegen hatte. Sobald die Schutzfolie aufgerissen ist, landen die Schutzmasken in der Werkstatt im Herrenberger Feuerwehrhaus, müssen sie gereinigt und getestet werden. Eine Aufgabe für Marc Langer, für Steffen Skarke, Mario Dähne, Reinhold Kaiser, Helmut Storck, Michael Gack und Jochen Schopp. Erstgenannter ist hauptamtlicher Gerätewart der Herrenberger Gesamtwehr, die anderen sechs unterstützen ihn neben dem Übungs- und Einsatzdienst - ein weiteres, zeitaufwendiges Ehrenamt. Denn die Arbeit in der Atemschutzwerkstatt ist nicht mal eben "geschwind" gemacht. Auch wenn heutzutage weitaus weniger Zeit dafür aufgebracht werden muss, als noch vor einigen Jahren.

Röhre erhitzt sich wie ein Backofen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Feuerwehrkameraden sind bei einer Tunnelrettung ganz besonders gefordert

Ein Brand im Schönbuchtunnel und die Feuerwehr schaut zu. Diese Szene gab es letzte Woche in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu beobachten. Eine einmalige Situation und nur möglich, weil es sich um einen Brandtest handelte. Im Ernstfall werden die Kameraden bei einem Tunnelbrand ganz besonders gefordert. Keine Sicht, hohe Temperaturen und lange Distanzen erschweren die ohnehin schon anstrengende Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich.

So mächtige Wolken hätte kein Kind malen können. Und wenn doch, hätte es zum Ausmalen garantiert nicht zum schwarzen Stift gegriffen. Was beim Brandtest in der vergangenen Woche unter der Decke des Schönbuchtunnels hing, beeindruckte nicht nur die übrigen Zuschauer, sondern auch so manchen gestandenen Feuerwehrmann. "Respekt", so der mehrstimmige Kommentar, als die vier Wannen mit der Wasser-Benzin-Mischung angezündet wurden und der Qualm in Sekundenschnelle die Decke einhüllte (der "Gäubote" berichtete). Die Zuschauermenge war froh, dass sie hinter der Feuerstelle stand und die Lüfter den Rauch weg und zum Tunnelportal in Richtung Stuttgart blies. Die Gruppe, die sich dort positioniert hatte, war jedoch ein wenig enttäuscht, dass sich die Wolken so schnell in Luft auflösten. 16 Kameraden der Wehren aus Herrenberg und Gültstein nutzten die Gelegenheit, um unter realen Bedingungen den Einsatz im Schönbuchtunnel zu üben.