Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

In der Altstadt kann wertvolle Zeit verstreichen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Regelmäßige Befahrungen der historischen Gassen durch die Feuerwehr soll Problem abhelfen

Es hat schon was für sich, so eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto. Auch wenn es ganz gemächlich zugeht, ohne Blaulicht und Martinshorn.

Doch der Blick von so weit oben über die Autos in der Schlange vor der Ampel nebenan und den gut gefüllten Sonnenplatz weiter vorne, bietet eine ganz eigene Perspektive. Und auch drinnen im neuen Löschfahrzeug LF 20 der Herrenberger Wehr gibt es einige technische Feinheiten zu bestaunen. Doch das Hochgefühl verpufft recht schnell. Genau genommen schon wenige Augenblicke nach dem Abbiegen von der Hauptstraße und noch bevor es in den verkehrsberuhigten Bereich der Innenstadt geht. Schneckentempo ist angesagt. Der dort stehende Bauzaun macht kaum Schwierigkeiten und es sind auch nicht die Fußgänger oder Radfahrer, die dem Feuerwehrauto entgegenkommen. Marc Langer steuert an ihnen locker vorbei. Es sind die geparkten Autos, die den hauptamtlichen Gerätewart der Herrenberger Gesamtwehr zum Langsamfahren zwingen.

Mit hitzeresistenter Kleidung

Geschrieben von Andreas Widmayer

Oberjesingen: 25 Viertklässler lernen bei der Feuerwehr das richtige Verhalten

Eine große Feuerflamme ist am Montag im Oberjesinger Sturmerweg zu sehen. 25 Grundschüler sind in 30 Meter Entfernung völlig fasziniert. Die Freiwillige Feuerwehr Oberjesingen erklärt den Viertklässlern die Aufgaben der Feuerwehr. Ein praktischer Teil darf dabei nicht fehlen.

"Oha, ist das eine Flamme! Wow! Es ist immer noch warm hier", rufen die Kinder durcheinander. Was soll man tun, wenn es brennt? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Grundschüler seit Wochen mit ihrer Klassenlehrerin Dorothee Renz: "Wir hatten gerade im Unterricht das Thema Feuer und so bietet es sich an, dass wir die Feuerwehr, die direkt gegenüber liegt besuchen."

Hauptamt soll Entlastung bringen

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Feuerwehr bekommt neue Struktur im Führungsbereich

Die Arbeitslast erdrückt die ehrenamtlichen Herrenberger Feuerwehrleute. Eine Analyse hat ergeben, dass es nötig wäre, die Stelle des Kommandanten, dessen Stellvertreters sowie des Feuerwehrsachbearbeiters in der Stadtverwaltung hauptamtlich zu besetzen. Dafür sprach sich auch der Technische Ausschuss des Gemeinderats aus.

"Wir brauchen zukunftsfähige und belastbare Strukturen", schickte Oberbürgermeister Thomas Sprißler dem Vortrag von Thomas C. Raible voraus. Der Mitarbeiter des Büros Luelf und Rinke hatte die bisherige Organisation der Freiwilligen Feuerwehr Herrenberg untersucht und brachte nun einen Vorschlag für eine neue Struktur mit in den Technischen Ausschuss des Gemeinderats. "Wir haben intensive Gespräche geführt, um den Zeitaufwand zu bestimmen", sagte Raible zu seiner Analyse. Dazu kam ihm allein beim stellvertretenden Kommandanten eine Erkenntnis, die den Zeitaufwand verdeutlicht. "Er hat jeden Tag drei Stunden reine Arbeitszeit für die Feuerwehr", sagte Raible. Dabei ist dieses Amt ehrenamtlich besetzt. "Das ist nicht mehr zumutbar", befand der Experte. "Das sind rund 1 000 Stunden im Monat." Der Aufwand des Kommandanten liege bei einem Vollzeitäquivalent - auch diese Stelle ist bis dato ehrenamtlich besetzt. "250 Einsätze der Wehr pro Jahr sind nicht einfach zu verwalten", meinte Raible. "In Summe sind vier Stellen nötig."

Auf die richtige Peilung kommt es an

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Floriansjünger gehen mit Forstrevierleiter Andreas Hank auf Erkundungstrip durch den Schönbuch

So eine traditionelle Waldausfahrt der Freiwilligen Feuerwehr Herrenberg ist nichts für Langschläfer. An so einem Sonntag muss man früh in die Puschen kommen.

Die Tour durch den Schönbuch beginnt um 7.30 Uhr in der Früh. Immerhin: Die Mannschaftstransportwagen werden an diesem Morgen voll. "Nachdem in den letzten Jahren die Teilnahme nicht mehr so stark war, haben wir im vergangenen Januar die Mitglieder befragt", verrät der kommissarische Kommandant der Kernstadt-Feuerwehr, Ralf Ruthardt. Jugendlicher, feuerwehrtechnischer soll die Spritztour werden, die es bereits gab, als die Gäustadt noch ohne Eingemeindungen dastand. Der Wunsch der Feuerwehrtruppe ist eine klare Ansage an den Chef im Herrenberger Stadtwald. Längere Vorträge über Holz und Naturschutz kann sich Andreas Hank also sparen.

Der Herrenberger Forstrevierleiter sorgt allerdings mit seinem gestellten Szenario für ordentlich Zunder und Adrenalin: "Im Wald brennt es. Ich habe keine Ahnung, wo ich mich befinde, komme aus Stuttgart, mache Geocaching, kann ihnen die genauen Daten von meinem Gerät geben", alarmiert Hank die Feuerwehr. Also her mit den Daten! Was folgt ist ein Kauderwelsch aus Gradzahlen, Kennziffern, ein regelrechter Koordinatenbandwurm. Da rauchen schon die ersten Köpfe, also ab ins Erkundungsfahrzeug mit Satellitennavigation, in Dateien abgelegten Messwerten mit geografischer Verknüpfung. Der Rest der Ausfahrtwilligen verkrümelt sich derweil in die drei Mannschaftstransportwagen.

Rauch darf nicht unterschätzt werden

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Die meisten Brandopfer verbrennen nicht - sondern sterben am giftigen Qualm

Feuerwehren rücken in Deutschland über 200 000 Mal im Jahr wegen Bränden aus, rund 600 Tote sind dabei jährlich zu beklagen, wobei 80 Prozent aller Brandopfer nicht verbrennen - sie ersticken am giftigen Rauch. Der "Gäubote" hat nachgefragt: Was macht Rauch so gefährlich, wie kann man sich davor schützen. Wie gehen Erstversorger und die Feuerwehren vor Ort mit Brandverletzungen und Rauchgasinhalationen um?

Der Rauch ist bei einem Brand das größte Problem für die Menschen in einem Gebäude, informiert der Kreisfeuerwehrverband Böblingen. Innerhalb von drei Minuten sinkt durch den entstehenden Rauch die Sichtweite so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können. Erschwerend hinzu komme die schnell zunehmende Konzentration des Gases Kohlenmonoxid: Diese steigt im Laufe des Brandes sprunghaft an und führt von Kopfschmerzen über Bewusstlosigkeit bis zum Tod. Außerdem kann es durch Hitzeeinwirkung auf den oberen Atemtrakt zu einem Inhalationstrauma kommen.