Bevölkerungswarnungen der Feuerwehr Herrenberg: Es sind derzeit keine Warnungen aktiv. 
An dieser Stelle finden Sie im Bedarfsfall öffentliche und amtliche Warnungen der Feuerwehr Herrenberg.

Am Tag der Veränderung soll eine Skulptur entstehen

Geschrieben von Andreas Widmayer
Herrenberg: Ehrenamtliches Engagement steht am 30. Juni bei verschiedenen Aktionen im Fokus
 
Beim Herrenberger Tag der Veränderung am Freitag, 30. Juni, dreht sich vor dem Oberamt und im Klosterhof alles um das Thema "Wandel in der Mitmachstadt". Dabei stehen das ehrenamtliche Engagement und Hilfestellungen für Vereine im Fokus. Auch ein Netzwerk-Sommerfest gehört zu dem interaktiven Tag.
 
Die Herrenberger Partnerschaft für Demokratie, bei der es sich um die Nachfolge der LAP-Projekte (Lokaler Aktionsplan) handelt, existiert seit 2014 und wird vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" unterstützt. Dabei geht es darum, die vielen Projekte, die in Herrenberg entstanden sind, miteinander zu vernetzen. Dies erreichen Ina Mohr, Vanessa Watkins und Manuela Epting von der Koordinierungsstelle für Bürgerengagement über Netzwerkveranstaltungen, die Qualifizierung von Engagierten und durch die Vernetzung im Klosterhof.

Finanzspritze für Umweltschutzzug

Geschrieben von Andreas Widmayer
Weil das Material der Umweltschutzzüge erneuert werden muss, möchte der Landkreis den Kommunen beim Kauf neuer Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr finanzielle Hilfe gewähren.
 
Streng genommen falle die Finanzierung der Umweltschutzzüge nicht in den Aufgabenbereich der Kreisverwaltung, erklärte Landrat Roland Bernhard im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistags. "Es ist eigentlich ein Ding der Freiwilligkeit, meiner Meinung nach aber eine gute Aufgabenteilung." Zumal die Feuerwehren die Umweltschutz- und Gefahrgutzüge überörtlich einsetzten. In der Sitzung stand deshalb die Beteiligung mit einer Million an der Finanzierung einer neuen Ausrüstung auf dem Programm. Einem Vorschlag, dem die Kreisräte einstimmig ihr Votum gaben.

Für die einen ist es Premiere, für andere beliebte Routine

Geschrieben von Andreas Widmayer
Herrenberg: Einen Tag vor dem Maienfest schwingen sich die Bäume auf den Festplätzen in die Höhe
 
Der Mai kommt, wann er kommt, und ist da, gleich ob es regnet. In diesem Jahr schwebte eine fürchterliche Drohung über dem Fest, an dem die Männer die Bierfässer schultern und die Kassen der Vereine klingeln. Die bierseligen Pilger wurden tatsächlich nass, am 1. Mai - aber am 30. April feierte das ganze Gäu einen kurzen wunderschönen Frühling, allüberall auf den Dorfplätzen wurden Maibäume errichtet.
 

"Wir sind gut aufgenommen worden"

Geschrieben von Andreas Widmayer

Herrenberg: Kommandant Jürgen Vogt und Stellvertreter André Weiss bilden die neue Doppelspitze der Wehr

Sie stehen für den Systemwechsel. Jürgen Vogt als Kommandant und sein Stellvertreter André Weiss führen die Herrenberger Gesamtwehr seit 1. Februar als hauptamtliche Chefs. Verantwortlich sind sie für rund 280 aktive Mitstreiter in den acht Abteilungen der Stadt. Auf dem Weg zur weiteren Professionalisierung der Feuerwehr gibt es noch viel für sie zu tun, die Basis dafür indessen stimmt. Jürgen Vogt: "Der Ausbildungsstand ist gut, die Einsätze haben alle einwandfrei geklappt."

Zahl und Anforderungen der Feuerwehreinsätze steigen in Herrenberg seit langem, nicht sprunghaft, aber stetig. Vor 15 Jahren musste die Feuerwehr etwa 170-mal in zwölf Monaten ausrücken, inzwischen werden jährlich runde 250 Einsätze gefahren. Brände, Unfälle, Menschenrettung, Unwetter, Umweltschutz - die Bandbreite ist groß. Dass eine rein ehrenamtlich geführte Feuerwehr in einer Stadt mit mehr als 31000 Einwohnern da an ihre Grenzen stößt, hat sich abgezeichnet. Mit dem Rückzug des langjährigen Stadtbrandmeisters Werner Widmayer, der nach 18 Jahren das Kommandantenamt 2015 aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste, stand das Thema ganz unvermittelt auf der Agenda. Hartmut Wanner übernahm zwar kommissarisch die Aufgabe des Kommandanten - ehrenamtlich, wie bisher. Klar war aber auch, dass die Herrenberger Feuerwehr - immerhin die größte im Landkreis - nicht mehr neben einem anderen Hauptberuf geführt werden kann. Ein Fachgutachten wies klar den Weg in Richtung Hauptamtlichkeit.

"Die Feuerwehren im Landkreis Böblingen wissen früher als anderenorts, wo die Entwicklung hingeht!"

Geschrieben von Andreas Widmayer

Kreisfeuerwehrverband Böblingen tagte am Samstag in der Renninger Stegwiesenhalle.

 

Als "besonders innovativ und dynamisch" sowie als "leuchtendes Beispiel für Nächstenhilfe" lobten die Gastredner die Feuerwehren im Landkreis Böblingen bei deren Kreisverbands-Versammlung am 1. April in der Renninger Stegwiesenhalle. Die fast ausschließlich ehrenamtlich organisierten Feuerwehrangehörigen haben im letzten Jahr bei 6.326 Einsätzen 407 Menschenleben gerettet und Sachwerte in Millionenhöhe erhalten. Die Gastredner sagten den Freiwilligen Feuerwehren jegliche Unterstützung zu, um deren Leistungsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

 

Im vergangenen Jahr haben mehr als 3.800 Feuerwehrangehörige in 26 Freiwilligen sowie vier Werkfeuerwehren Dienst geleistet - in den Einsatz- und Altersabteilungen sowie in den Jugendfeuerwehren. Diese Menschen erfüllen ehrenamtlich und nahezu unentgeltlich eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden zum Wohle und zum Schutz von über 380.000 Bewohnern des Landkreises sowie die zahlreichen kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen. Und das an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. "Was Feuerwehrleute im Ernstfall leisten, ist einfach unglaublich", betonte Landrat Roland Bernhard, der bei dem Holzgerlinger Großbrand im vergangenen Sommer live vor Ort dabei gewesen war. "Es war beeindruckend, mit welchem Engagement und mit welchem Mut Sie bei hochsommerlichen Temperaturen stundenlang gegen die Flammen gekämpft haben." Damit es angesichts des demografischen Wandels und der steigenden Anforderungen im Arbeitsleben nicht "brenzlig" für die fast ausschließlich ehrenamtlich organisierten Feuerwehren werde, brauche man eine solide Nachwuchsarbeit sowie eine gezielte Lobbyarbeit bei den Arbeitgebern. Bund, Land, Landkreis und Kommunen müssten dieses unglaubliche Engagement der Feuerwehrange-hörigen "nicht nur in ihren Sonntagsreden loben, sondern an 365 Tagen im Jahr mit konkreten Maßnahmen der Wertschätzung würdigen." Er jedenfalls werde sein Möglichstes dazu beitragen, um das Ehrenamt zu stärken und zu fördern.