Auszeichnung als Partner der Feuerwehr

Geschrieben von Andreas Widmayer

Firma Hämmerle Elektrotechnik GmbH und Co. KG

Die in Herrenberg ansässige Hämmerle Elektrotechnik GmbH und Co. KG wurde mit der Plakette "Partner der Feuerwehr" und einer Urkunde des Deutschen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Mit dieser nicht alltäglichen Ehrung möchten die Feuerwehren jene Unternehmen auszeichnen, die in ihrem Betrieb ehrenamtliche Feuerwehrangehörige beschäftigen und diese bei der Ausübung ihrer Pflichten unterstützen.

Bemerkenswert im "Fall Hämmerle" ist die Anzahl der Feuerwehrkameraden im hiesigen Unternehmen, wie die Feuerwehr Herrenberg in einer Pressemitteilung erklärt. Drei von 13 Monteuren sowie zwei Auszubildende arbeiten unter den beiden Geschäftsführern Uwe Traub und Tobias Steck sozusagen "auf Abruf" für das Gemeinwohl im ganzen Gäu. Damit sei ein Fünftel der gesamten Belegschaft Mitglied in einer freiwilligen Feuerwehr.

Marc Heininger, Kommandant der Haslacher Abteilung, arbeitet dort seit 2001 als Elektrotechnik-Meister. Der Gruppenführer Harald Böß ist seit 1998 bei dem Unternehmen als Service-Techniker beschäftigt und rückt häufig mit der Kernstadt-Abteilung aus. Ebenfalls als Service-Techniker ist Zugführer Klaus Rinderknecht aus Jettingen beschäftigt - dies seit dem Jahr 1995. Die zwei Auszubildenden Jonathan Fuhrer (Poltringen) und Heiko Knopp (Rohrau) können ebenfalls zu Einsätzen in den Gemeinden hinzugezogen werden.

Für die Firmeninhaber sei es selbstverständlich, dass Mitarbeiter für die Bevölkerung von der Arbeit wegspringen. "Manchmal stellt es uns zwar vor organisatorische Herausforderungen, aber wir leisten so einen großen Beitrag in unsere Gesellschaft", sagt Uwe Traub.

Sein Geschäftsführer-Partner Tobias Steck ergänzt: "Man ist stolz auf die Mitarbeiter, welche in der heutigen Zeit ehrenamtlich ein so großes Engagement an den Tag legen. Dies unterstützt die Firma bestmöglich."

Im Landkreis Böblingen sind 2 600 Einsatzkräfte ehrenamtlich für den Schutz und zur Hilfe für die Bevölkerung tätig. Gerade tagsüber gibt es zunehmend Probleme, bei Alarmen während der Arbeitszeit auf das nötige Personal in der gebotenen Eile zurückgreifen zu können. "Dass diese fünf Mitglieder zum Teil an vorderster Front dabei sind, erhöht die Tagesverfügbarkeit enorm", erklärte der kommissarische Stadtbrandmeister Hartmut Wanner. Er spricht seinem ebenfalls anwesenden Kommandanten-Kollegen aus Jettingen, Steffen Ruß, aus der Seele. Ihm ist bewusst, was das für eine Firma bedeutet. Markus Priesching, der neben seiner Funktion als Gesamtkommandant aus Gärtringen auch als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes anwesend ist, ist überzeugt, dass die Angehörigen bei ihren Arbeitgebern einen besonderen Bonus haben. Sie sind engagiert, teamfähig und haben eine starke soziale Ausprägung. "Das ist ein Geben und ein Nehmen, von dem beide Seiten profitieren", ist Priesching sich sicher.

Als Vertreter der Stadt fand Bauamtsleiter Rainer Stingel ebenfalls sehr bemerkenswert, dass hier im Elektrobetrieb gleich fünf Mitarbeiter für die Feuerwehr zur Verfügung stehen und dankte im Namen der Stadtverwaltung Herrenberg, des Gemeinderates und der Bevölkerung aus Herrenberg und Umgebung für dieses Engagement. "Wir sind froh, solche Unternehmen in Herrenberg zu haben."

2016 08 08 Auszeichung als Partner der Feuerwehr