Knifflige Aufgaben für 25 Jugendmannschaften

Geschrieben von Andreas Widmayer

Ehningen: Viel Spaß und Vergnügen beim Kreisfeuerwehrtag - Mötzinger Gruppe holt den Pokal

Es war ein langer Tag für die dienstälteste Jugendfeuerwehr im Kreis Böblingen, als sie am Samstag anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens den Jugendfeuerwehrtag ausrichtete: Lang war der Tag in Ehningen vor allem deshalb, weil sich zum sportlichen Wettbewerb sehr viel mehr Jugendwehren aus dem Kreis anmeldeten als erwartet, erklärte Manuel Benz, Jugendwart der Ehninger Wehr. Mit dabei, und das teils sehr erfolgreich: zahlreiche Gruppen aus dem Gäu.

Der Himmel strahlte und die Ehninger Jugendfeuerwehr hielt ihre Gäste - insgesamt zwischen 200 und 300 Jugendliche - im Kampf um den Pokal der Kreisjugendfeuerwehr mit kniffligen Aufgaben einen Tag lang auf Trab. Schlussendlich erkämpfte die Mötzinger Jugendwehr den begehrten Pokal. Ein echtes Standrohr in kurzer Ausführung durfte sie nach Hause mitnehmen und noch dazu Gutscheine für einen Kinobesuch. Für den zweiten Platz, belegt von der Renninger Jugendfeuerwehr, und den Dritten der Gruppe aus Jettingen gab es Mediengutscheine als Preise.

Zehn bis 15 Prozent Mädchen
Erst um 18.15 Uhr fand die Siegerehrung statt - und nicht wie ursprünglich vorgesehen bereits um 16 Uhr. Das lag außer an den zahlreichen Anmeldungen auch daran, dass manche Aufgabe mehr Zeit in Anspruch nahm als die zehn Minuten, die dafür ursprünglich angesetzt waren. Insgesamt 21 Aufgaben bewältigten die 25 Jugendmannschaften, die nach Ehningen gekommen waren. Verteilt über die ganze Ortschaft waren sie im Einsatz. Aus rund sieben bis acht Teilnehmern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren bestand eine Gruppe. Den Mädchenanteil am Samstag schätzt Jens Gründler, der stellvertretende Jugendwart der Herrenberger Feuerwehr, auf zehn bis 15 Prozent.

Los ging es beim Ehninger Feuerwehrhaus am Ortsausgang um 9 Uhr morgens. Von dort aus zog sich der Parcours mit Wettkampf-Stationen durch Seitenstraßen in Richtung Norden zur Bahnhofstraße. Auch im Neubaugebiet bis hinter dem Lidl-Areal wurde getüftelt, gekämpft und manchmal geschwitzt. Der Rückweg zum Feuerwehrhaus führte über die Herrenberger Straße in Richtung Marktplatz und die Friedrich-Kammerer-Schule. "Unbremsbar" waren die Jugendlichen, so beschrieb Jens Gründler in der Rückschau gegenüber dem "Gäubote" ihren Eifer. Dabei gab es auch kleinere, aber keineswegs einfach zu lösende Aufgaben wie das Bestimmen von Getreidesorten und Hasenarten oder die Lösung eines Feuerwehrquiz.

Aufwendiger wurde es, als richtig eingeschätzt werden sollte, wie dick eine 300-Gramm-Holzscheibe von einem Baumstamm ist - und sie dann auch noch selbst abgesägt werden musste. Ebenfalls Kombinationsvermögen und richtigen Teamgeist erforderte es, eine Schaukel ganz aus feuerwehrtechnischem Material herzu-stellen - aus Leitern, Rohren, Schläuchen, Saugschläuchen und Feuerwehrleinen. Und zwar so, dass ein Erwachsener damit schaukeln kann. Es hat funktioniert, das kann man wohl sagen, und Spaß und Vergnügen obendrein bereitet. Zwei Traktoren mussten mit einem Greifzug 15 Meter weit gezogen werden. Genauso weit galt es einen großen und entsprechend schweren Strohballen zu rollen - einmal hin und dann wieder zurück. Sein Durchmesser betrug rund 1,20 Meter und sein Gewicht 300 Kilogramm. Wettkämpfe machen hungrig und durstig, und so hatten die aktive Ehninger Feuerwehr, die Jugendabteilung und schließlich die Eltern der angehenden Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun, ihre jungen Gäste zu bewirten. Gleich an zwei Ständen wurde dafür gesorgt, dass keiner durstig oder hungrig blieb. Nicht genug der Arbeit für die Ehninger Feuerwehr, richtete sie am nächsten Tag doch auch noch eine Hocketse aus

Quelle:
Text: Gäubote – Birgit Spies
Foto: Gäubote

2016 05 09 Knifflige Aufgaben fuer 25 Jugendmannschaften