Einsatz unterbricht Mai-Hocketse

Geschrieben von Andreas Widmayer

Affstätt: Die freiwillige Feuerwehr rückt im abgelaufenen Jahr 25 Mal aus

Mit derzeit 18 Aktiven und acht Ehrenmitgliedern ist die Affstätter Feuerwehr recht überschaubar. Die Anzahl der Einsätze ist in diesem Zusammenhang umso beeindruckender. Das machte das Resümee von Abteilungskommandant Werner Vetter klar. Im Affstätter Rathaus blickte er mit den Kameraden gemeinsam auf das vergangene Jahr zurück.

Mit 25 Einsätzen 2015 musste die Wehr siebenmal weniger als noch 2014 ausrücken. Sieben Einsätze in Affstätt direkt gab es und auch die Hocketse zum Maibaumstellen wurde von einem Einsatz unterbrochen. Beim Chemieunfall in Gültstein im September 2015 rückten mit dem Umweltschutzzug auch Affstätter Kameraden mit aus. "Die Menge der Einsätze zeigt, wie wichtig die Feuerwehr ist", betonte Vetter.

Besuch im Brandcontainer
Damit bei den Einsätzen alles reibungslos funktioniert, hat auch die Affstätter Wehr sich mit Übungen nicht nur fit, sondern auch auf dem neuesten Stand der Technik gehalten. Ein Besuch im Brandcontainer sowie eine Winterwanderung, Altpapiersammlung, Kameradschaftsabend oder die Hocketse füllten zudem den Terminkalender. "Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn der Zusammenhalt so gut ist", sprach Vetter seinen Dank an die Kameraden aus und spendierte obendrein ein Lob an deren Ehefrauen: "Sie zeigen Verständnis, wenn wir wieder zur Feuerwehr müssen."

Schriftführer und Kassier Thomas Schuker kann einen Dienstbesuch von 70 Prozent vermelden, eine leichte Verschlechterung zu 2014. "Viele waren studienbedingt weg. Bereinigt liegen wir bei 79 Prozent", zeigte er sich darüber zufrieden. In den Finanzen konnte Schuker ein "kleines Plus" verbuchen.

Markus Hübner berichtete aus Sicht der Herrenberger Gesamtwehr kurz über das Geschehen dort. Durch den gesundheitsbedingten Rücktritt Werner Widmayers (der "Gäubote" berichtete) geriet so manches in Aufruhr. "Der Feuerwehrbedarfsplan wird überarbeitet und die Organisation der Gesamtwehr kommt auf den Prüfstand", sagte er. Trotz allem sei 2015 ein durchschnittliches Jahr gewesen - der Chemieunfall in Gültstein mit 100 Einsatzkräften der größte. Beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften in Leonberg und Sindelfingen halfen Kameraden ebenfalls mit.

Hübner dankte den Affstätter Kameraden dafür, Tag und Nacht mit Engagement bei der Sache zu sein. "Was mit der Landeserstaufnahmestelle in Herrenberg auf uns zukommt, wird sich zeigen", sagte Vetter. Zum Abschluss konnte er Fabian Ulmer zum Feuerwehrmann und Erich Sattler zum Oberlöschmeister befördern.

Quelle:
Text: Gäubote – Verena Bayer