Feuerwehr-Einsatzkräfte zum Dank ins Freibad eingeladen

Geschrieben von Andreas Widmayer
90 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gärtringen, Rohrau, Ehningen und Herrenberg, der Polizei, des Rettungsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes hatten am 14. Mai - dem diesjährigen Muttertag - einen schweren Einsatz in der Neuen Straße in Gärtringen: Bei einem Wohnungsbrand kam eine ältere Dame ums Leben. Seit 1999 ist Pressesprecher Florian König bei der Gärtringer Wehr - an ein Todesopfer durch einen Brand in dieser Zeit kann er sich nicht erinnern.
 
"Das war belastend. Zudem ging der Einsatz für manche Kollegen bis zu zehn Stunden", erinnert sich König. Dazu kam die Gewissheit, dass eine Person ums Leben gekommen war. Zur Unterstützung der Einsatzkräfte waren Friedhelm Secker und Andreas Bühler vor Ort, die beiden sind in der psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte ausgebildet und konnten den Angriffstrupp, der als Erstes im Gebäude war, ein wenig auffangen. "Es ist aber auch für die Familien wichtig, informiert zu sein", betonte der Pressesprecher. Signale erkennen, wissen, wie man helfen und wie man unterstützen kann. Doch auch ohne derartige Erlebnisse lastet auf den Familien der Floriansjünger ein großer Druck: Die Partner sind oft weg auf Einsätzen oder zur Ausbildung. Bei Einsätzen können die Daheimgebliebenen nur hoffen, dass der Partner unversehrt wieder heimkommt. Als Dank für die Arbeit, und um den Familien gemeinsam etwas Zeit zu gönnen, hatte Gärtringens Bürgermeister Thomas Riesch die Idee, die Feuerwehrmitglieder plus deren Familienangehörige am vergangenen Wochenende ins Freibad einzuladen. "Wir wollten einfach ein Zeichen setzen", betonte der Rathaus-Chef, der froh um die Arbeit der Wehr ist. Gut 45 Einsatzkräfte folgten der Einladung, doch rund zehn Einsatzkräfte, die am Sonntag ebenfalls dem Ruf ins Bad folgen wollten, hatten einen Einsatz: In einem Doppelhaus gab es einen Wassereinbruch, zu dem die Feuerwehr ausrückte. "Hat auch etwas mit Wasser zu tun", scherzte Florian König. "Die bekommen aber auch noch die Möglichkeit, das wahrzunehmen", versicherte Riesch. Im Namen der Feuerwehr sprach König seinen Dank an die Gemeinde aus, bevor auch er das kühle Nass nutzte: "Das ist eine ganz tolle Wertschätzung!"
 
Quelle:
Text - Gäubote