Die Jugendarbeit ist vorbildlich

Geschrieben von Andreas Widmayer

Oberjesingen: Bei der Feuerwehr gibt es zwei geplante Wechsel im Führungsgremium

Schaut man nur auf die Einsätze, so verlief 2016 "normal" für die Feuerwehrabteilung Oberjesingen. 13 Mal mussten die 37 aktiven Kameraden ausrücken, fünf Mal lautete die Alarmmeldung "Brandeinsatz", ein Mal "technische Hilfeleistung". Beim Blick auf das Drumherum war das zurückliegende Jahr "das Gegenteil von ruhig", sagte Abteilungskommandant Markus Reich.

Markus Reich zitierte in seinem Bericht die berühmten Zeilen der im Weg liegenden Steine. Doch ganz im Kästnerschen Sinne haben auch die Oberjesinger daraus etwas "Schönes" gebaut. Etwas Rotglänzendes mit vier Reifen, das seit Anfang Dezember in der Fahrzeughalle steht und die Abkürzung LF10 trägt. Das Löschfahrzeug ersetzt das LF8 mit dem Baujahr 1985, das "dienstälteste" Einsatzfahrzeug der Herrenberger Gesamtwehr.

Die Beschaffung indes wurde zur Zitterpartie und zwang den Fahrzeugausschuss zu einigen Extra-Sitzungen. Denn der fest eingerechnete Zuschuss blieb aus, anstatt des gewünschten Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) wurde es ein "junger Gebrauchter". Aktuell wird die Beladung für das neue Oberjesinger Auto beschafft, läuft alles nach Plan, so können die Kameraden ab März mit den Doppelschichten im Übungsdienst beginnen. Parallel wird auch ein Mannschaftstransportwagen gesucht. Er soll nicht nur von den Oberjesinger Kameraden, sondern auch von der Jugendfeuerwehr genutzt werden können.

Stolz auf Oberjesinger Jugendliche

Dass 13 der insgesamt 24 Jugendlichen in der Nachwuchsabteilung derzeit aus Oberjesingern besteht, darauf ist man im nördlichsten Teilort Herrenbergs stolz. "Dazu haben wir sechs Jugendliche aus Kuppingen, im Gegensatz zum Herrenberger Norden ist der Süden etwas schwach aufgestellt", bilanzierte der stellvertretende Jugendleiter Jens Gründler in seinem Grußwort. Vor ihm traten Hans Kraus vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ortsverein Kuppingen/Oberjesingen, Herrenbergs Baubürgermeister Tobias Meigel und Hartmut Wanner ans Rednerpult.

Wanner, derzeit kommissarischer Gesamtkommandant, hob die neue Führungsstruktur mit den zwei hauptamtlichen Kräften hervor, sprach in Bezug darauf von einem "wichtigen und richtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit". Auch Tobias Meigel lobte die Oberjesinger Kameraden für ihr Engagement. "Wir brauchen Menschen wie sie, denn unsere Stadtgesellschaft lebt vom Ehrenamt, von Menschen, die sich mit ihrem Handeln einbringen", sagte der Herrenberger Baubürgermeister und er stellte die Ausstattung mit der neuen Ausgehuniform für alle Herrenberger Feuerwehrleute für "Mitte des Jahres" in Aussicht. Nicht nur, was den Fuhrpark anlangt, hat die Oberjesinger Wehr im vergangenen Jahr ihre Zukunftsfähigkeit gesichert. Auch beim Personal wurden die Weichen entsprechend gestellt. So wurde in Fabian Frank ein neuer Schriftführer gefunden. Inoffiziell hatte ihm sein Vorgänger Peter Widmayer nach knapp 20 Jahren sein Ehrenamt bereits vor der Jahreshauptversammlung übergeben. Frank übernahm deshalb den Rückblick auf Skiausfahrt und Sommerausflug, auf das Maibaumstellen und die von den Oberjesinger Kameraden organisierte Sonnwend-Feier.

Seitz beerbt Nüßle als Kassier

Einen Stabwechsel gab es bei der Oberjesinger Wehr auch im Amt des Kassiers: Letztmals informierte Holger Nüßle über die Zahlen der Abteilung, bevor er am Samstagabend den (symbolischen) Schlüssel für die Kasse an Felix Seitz überreichte. Sowohl er als auch Frank wurden in den Oberjesinger Abteilungsausschuss gewählt. Zusammen mit Uwe Kaffee, Mark Heger, Hartmut Wanner und Silas Nüssle bilden sie für die kommenden fünf Jahre das neu formierte Sechserteam, das sich um die Geschicke kümmern soll.

Quelle:
Text: Gäubote - Sabine Haarer