Die Einsatzzahl schnellt auf 13 hoch

Geschrieben von Andreas Widmayer

Haslach: Feuerwehr blickt auf intensives Jahr unter neuem Kommandanten Marc Heininger zurück

Seit einem Jahr ist Marc Heininger Kommandant der Haslacher Wehr. Und auf der Jahreshauptversammlung bescheinigte ihm sein Stellvertreter Tobias Olbrich scherzhaft, dass die Probezeit jetzt vorbei sei. Los war derweil einiges im vergangenen Jahr in Sachen Übungen, Kameradschaft und Einsätze.

"Wir haben nie daran gezweifelt, dass Du die Aufgabe packen wirst. Wir stehen geschlossen hinter Dir. Mach weiter so, dann werden wir die Aufgaben schaffen", lobte der stellvertretende Kommandant Tobias Olbrich die Arbeit von Marc Heininger. Auch Ortsvorsteher Dieter Ulmer bescheinigte seinem Nachfolger im Amt des Kommandanten, dass das "Jahr eins nach mir gezeigt hat, dass ihr es im Griff habt, aber ich habe auch nie daran gezweifelt". In seinem ersten Tätigkeitsbericht ließ Kommandant Heininger das Jahr Revue passieren, in dem "einiges gelaufen ist". 13 Einsätze galt es zu bewältigen, deutlich mehr als in den letzten Jahren, als der Durchschnitt zwischen drei und vier lag. Grund dafür sind aber nicht mehr Brände in Haslach, sondern die Optimierung der Alarm- und Ausrückeordnung. "Deswegen rücken wir seit dem 1. August tagsüber in geraden Kalenderwochen mit nach Herrenberg aus", erklärte Heininger. Daran sehe man auch, wie wichtig die Feuerwehr Haslach für die Gesamtwehr sei. In ungeraden Kalenderwochen ist Kuppingen an der Reihe.

Acht gemeinsame Übungen

26 Aktive sind derzeit in der Einsatzabteilung, 14 Männer in der Altersabteilung. "Und die Ausbildung wurde auch im Jahr 2015 nicht vernachlässigt", betonte Kommandant Heininger. In acht gemeinsamen Übungen, sechs Gruppenübungen und einer Atemschutzbelastungsübung wurde der Ernstfall geprobt. Dazu gab es eine Übung mit der Kuppinger Wehr und jeweils eine Übung im Kindergarten und in der Grundschule sowie Schulungen und Ausbildungen auf Kreisebene. Aber auch die Kameradschaft kam nicht zu kurz. Zur Skiausfahrt, zur Radtour trafen sich die Feuerwehrmänner. Des Weiteren fand ein Tag der offenen Tür im Gerätehaus statt und die traditionelle Maibaumhocketse, "das waren sehr gelungene Veranstaltungen", wie Schriftführer Manfred Reschke betonte. Der Ausschuss traf sich zu sieben Sitzungen, "bei denen sich auch die neue Führung einarbeiten musste, aber mein Stellvertreter Tobias Olbrich und ich sind ein gutes Team, das funktioniert", bekannte Heininger.

Tobias Meigel, Erster Bürgermeister, betonte in seinem Grußwort, dass "wir Menschen brauchen wie Sie. Wir wissen, was wir an unserer Feuerwehr haben, deswegen meine Anerkennung für das, was Sie für unsere Bürgerschaft leisten."

Die neue hauptamtliche Führungsstruktur, die am 1. Februar beginnt, bedeute auch eine Entlastung der ehrenamtlichen Führungskräfte. "Stehen Sie der neuen Führungsstruktur positiv gegenüber, es ist eine Stärkung des Ehrenamts und eine zukunftsfähige Struktur, deswegen bitte ich Sie um Unterstützung", appellierte Meigel.

Auch das Grußwort von Hartmut Wanner, kommissarischer Leiter der Gesamtwehr, zielte in diese Richtung. "Ich bin sicher, dass die neue Leitung ein wichtiger und richtiger Schritt in die Zukunftssicherheit ist."

Nur eine Wahl stand bei der Jahreshauptversammlung auf der Tagesordnung. Der stellvertretende Kommandant Tobias Olbrich wurde mit einer Enthaltung im Amt bestätigt. Kommandant Marc Heininger wurde vom Löschmeister zum Brandmeister befördert. Geehrt wurde Helmut Eipperle, der sein Amt als Gerätewart nach 29 Jahren an seinen Sohn Markus (35) übergab.

2017 01 09 Die Einsatzzahl schnellt auf 13 hoch
Abschied nach drei Jahrzehnten: Helmut Eipperle ist nicht mehr Gerätewart

Quelle:
Text: Gäubote - Maria-Dolores Bloching
Foto: Gäubote - Schmidt